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Es ist ja nicht unbekannt, dass Autodiebe durch spezielle Geräte den Funkverkehr zwischen der Fernbedienung und dem Auto verhindern und dabei den Schlüssel auslesen und sogar ohne Originalschlüssel in das Fahrzeug einsteigen können.

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Bei fast allen Fahrzeugmodellen von VW wurden Sicherheitslücken in dem Türschließ-System gefunden, die via Fernbedienung geöffnet werden können. Dies stellten die Bochumer Sicherheitsexperten Timo Kasper und David Oswald, sowie Sicherheits-Experten Flavio D. Garcia und Pierre Pavlidès von der Universität Birmingham nach einigen Tests fest.

Es sind nicht nur die VW-Modelle betroffen, sondern auch Modelle der Schwesterfirmen und andere Automarken.

Und welche Modelle sind denn nun davon betroffen?

Bei VW sind es die Modelle Amarok, (New) Beetle, Bora, Caddy, Crafter, e-Up, Eos, Fox, Golf 4, Golf 5, Golf 6, Golf Plus, Jetta, Lupo, Passat, Polo, T4, T5, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, Up. (ausgenommen die neusten Modelle Golf, Tiguan, Touran oder Passat, die auf dem sog. „Modularen Querbaukasten“ MQB basieren)

Betroffen sind bei Audi die Modelle A1, Q3, R8, S3, TT und andere Audis mit der Teilenummer 4D0 837 231 der Fernbedienung. Seat Alhambra, Altea, Arosa, Cordoba, Ibiza, Leon, MII, Toledo sowie Škoda Citigo, Roomster, Fabia 1, Fabia 2, Octavia, Superb und Yeti sind ebenfalls betroffen.


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Weitere Fahrzeugmodelle, bei denen diese Sicherheitslücke vorhanden ist:

  • Abarth: 500, Punto Evo
  • Alfa: Romeo Giulietta, Mito
  • Citroen: Jumper, Nemo
  • Fiat: 500, Bravo, Doblo, Ducato, Fiorino, Grande Punto, Panda, Punto Evo, Qubo, Dacia Duster, Ford Ka
  • Lancia: Delta, Musa
  • Nissan: Pathfinder, Navara, Note, Qashqai, X-Trail
  • Opel: Corsa, Meriva, Zafira, Astra
  • Peugeot: Boxer, Expert
  • Renault: Clio, Modus, Trafic, Twingo.

BMW ConnectedDrive hat ebenfalls eine Sicherheitslücke. http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-5-Sicherheitsluecken-bei-BMWs-ConnectedDrive-2536384.html

Was ist denn da los? – Schauen wir doch mal nach

Das Problem scheinen die Masterkeys zu sein. Diese sind die sogenannten Generalschlüssel die solche Fälle verhindern, oder wenigstens erschweren sollen. Leider sind davon nur wenige vorhanden, dass erklärt heise online.

Es stellte sich heraus, dass eine Methodik in dem Öffnungscode gibt. Das fanden die Sicherheitsforscher durch das Auslesen eines Generalschlüssels und dem Analysieren der Verschlüsselung heraus. Sobald es eine Methodik gibt, kann man einen Öffnungscode prophezeien. Das bedeutet, dass es viel einfacher ist, die Codes sowie Funktionen nachzumachen.

Was kann man mit einem auf diese Art nachgemachten Schlüssel anrichten?

Wer es geschafft hat die Daten eines Schlüssels abzufangen, der kann ohne Probleme einen Schlüssel durch die auf das Fahrzeug angepassten Codes in Sekunden nachmachen, den Wagen öffnen, die Alarmanlage abschalten und einsteigen. Der Autobesitzer kann durch dieses Sicherheitsproblem zwar sein Hab und Gut in dem Fahrzeug verlieren, jedoch das Auto kann damit nicht gestartet werden, auch wenn die Wegfahrsperre über den CAN-Bus (Controller Area Network) umgehen kann.

„Die Mitarbeiter staunten nicht schlecht, als wir die Tür eines aktuellen Audis öffnen konnten“. Somit müssen auch Kunden, die ein Neufahrzeug kaufen wollen, sich beim Hersteller ganz genau erkundigen, ob das Schließsystem als sicher gilt. – So berichtet Timo Kasper heise online, nachdem er solch einen Versuch in einem Autohaus an Modellen der Baureihen 2016 testete.

Viel dagegen machen kann man leider nicht

Man kann natürlich als Autobesitzer, wenn man ein betroffenes Model in Besitz hat, die Hardware austauchen lassen, die betroffen ist, jedoch ist dies Wirtschaftlich gesehen keine Lösung. Am effektivsten ist es, man nutzt den Schlüssel so wie zu den Anfangszeiten – Schlüssel in das Schloss stecken und drehen, denn so kann kein Autodieb die Daten abfangen.

via Heise.de

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