Äußerst erfolgreich agieren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg derzeit wieder Betrüger, die sich als angebliche Mitarbeiter eines Software-Unternehmens ausgeben.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Die Täter rufen über nahezu nicht nachverfolgbare Rufnummern in englischer Sprache – in seltenen Fällen auch in gebrochenem Deutsch – bei Geschädigten an und teilen mit, dass der PC von Viren und Spyware befallen sei. Aufgrund dessen habe die Software-Firma Probleme in ihrem Netzwerk. Um den Schaden zu beheben bieten die Anrufer ihre Hilfe an und leiten die ahnungslosen und gutgläubigen Nutzer an, die auf dem Rechner installierte Fernwartungssoftware zu aktivieren, ohne dass den Geschädigten davon etwas bewusst ist.

So gewinnt der Täter einen Zugriff auf den Geschädigtenrechner und kann entweder die darauf befindlichen Daten entwenden oder, wie zuletzt geschehen, Gutscheine für Online-Plattformen über den Account des Geschädigten kaufen und diese wiederum weiterzuleiten. In einigen Fällen wurde bekannt, dass man den Geschädigten erklärte, dass deren Lizenz abgelaufen sei. Eine mehrjährige Lizenz wurde zwischen 199 und 299 Euro offeriert.

In vielen Fällen hat der Täter bis zu drei Stunden mit dem Geschädigten telefoniert; oft deshalb, weil der Geschädigte nur wenig die englische Sprache beherrscht und oft auch die  angewiesenen Funktionsänderungen nicht verstanden hat. Bei größeren Sprachproblemen nutzen die Täter bei Bedarf auch Übersetzungsprogramme, deren Text sie dann per Email an den Geschädigten übersenden.

Die Polizei weist darauf hin, dass seitens der gängigen Software-Unternehmen grundsätzlich nie bei Softwareinhabern angerufen wird, um etwaige Probleme am Telefon zu besprechen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und in einem Schadensfall den veränderten Rechner bei einem Fachmann in den Originalzustand zurückversetzen zu lassen.

Quelle: Polizeipräsidium Offenburg

-Mimikama unterstützen-