Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung
- Sponsorenliebe | Werbung -

Unbekannte verdrehen in Mönchengladbach Pfeile an den Ampelschaltern so, dass sie Sehbehinderte in die falsche Richtung schicken. Das kann lebensgefährliche Folgen haben. Die Polizei ermittelt.

Die Pfeile an den Vibrationskästen am Ampelmast zeigen den Sehbehinderten, wann sie Grün haben und in welche Richtung sie laufen müssen. An zahlreichen Ampeln ist das für sie die einzige Hilfe, sicher die Straße zu queren.

Dabei gehen die Täter bei ihren Manipulationen äußerst perfide vor: Sie verdrehen an den kleinen Vibrationskästen am Ampelmast die Pfeile, die den Sehbehinderten die Richtung zur Straßenüberquerung angeben.

„Dadurch wird den Blinden eine völlig falsche Laufrichtung angezeigt, so dass eine erhebliche Gefährdung entsteht. Im schlimmsten Fall werden sie dadurch mitten auf die Kreuzung geführt und landen im gleichzeitig auf Grün geschalteten Kfz-Verkehr“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Und: „Wir sind entsetzt darüber, dass es Leute gibt, die hilflose Menschen vorsätzlich einer Gefahr ausliefern.“ Dies sei kein Scherz mehr, das sei eine ernsthafte Straftat.

Die Stadt hat nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Stadtsprecher bittet die Bürger, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie jemanden beim Manipulieren der Blintentaster beobachten. Desweiteren werden die Ampeltaster ab sofort regelmässig kontrolliert, da man sich der Gefahr der Manipulationen bewusst ist. Sie können schlimmstenfalls tödlich enden, wie auch ein Betroffener beschreibt:
„Ohne das taktile Signal erkennen wir oft nicht, ob die Fußgängerampel Grün zeigt. Denn im Lärm des Straßenverkehrs gehen die akustischen Töne des Blindenschalters oft unter“, sagt er. „Und ein verdrehter Richtungspfeil kann sogar tödlich sein, vor allem für Blinde und Sehbehinderte, die sich nicht auskennen in der Stadt.“

-Sponsorenliebe-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady