Ein Lkw ist am Montagabend in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg gerast.  Es gibt mehrere Tote und Verletzte. Wir halten euch mit unserem Live-Ticker auf dem Laufenden.

13.20 Uhr, 20.12.2016:
„Wir haben den falschen Mann“, heißt es in der Berliner Polizei. „Und damit eine neue Lage. Denn der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten.“
21.10 Uhr:
Der Lastwagen fuhr laut Polizei im Bereich Kantstraße Ecke Budapester Straße gegen 20 Uhr auf einen Gehweg nahe dem Weihnachtsmarkt. Die Budapester Straße ist inzwischen voll gesperrt. Für Angehörige haben Helfer eine Sammelstelle eingerichtet. Die Polizei räumt den Weihnachtsmarkt und sperrt die Bereiche nach und nach ab. Die Polizei geht von einem Anschlag aus. Mehrere Menschen wurden getötet, es gibt zahlreiche Verletzte.
21.23 Uhr:
Die Polizei spricht aktuell von mindestens 9 Toten und 50 Verletzten. Der Fahrer des LKW ist flüchtig. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz. Die Polizei hat das Gebiet geräumt. Auf Bildern ist ein großer Scania-Laster mit polnischem Kennzeichen inmitten des Budendorfs zu sehen, das teilweise verwüstet ist.
21.30 Uhr:
Die Polizei bittet per Twitter Anwohner darum, zuhause zu bleiben. Ein Pressesprecher der Polizei bestätigt mittlerweile die Festnahme des zunächst flüchtigen Fahrers des LKW. Es habe einen Beifahrer gegeben, der im LKW verstorben sei und nicht mehr gerettet werden konnte. Nähere Auskünfte gibt es derzeit nicht.
21.42 Uhr:
Facebook richtete einen Safety Check ein. Hier können sich Facebook-Nutzer als „in Sicherheit“ markieren, wenn sie sich im betroffenen Gebiet befinden. Die Polizei wiederholt die Bitte, zuhause zu bleiben und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen. Die Situation sei unter Kontrolle.
21.51 Uhr:
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Laut Tagesspiegel habe im polnischen TV ein Mann den  LKW seiner Firma wiedererkannt. Demnach sollte Stahl in Berlin ausgeliefert werden. Um 12 Uhr habe er Kontakt zu seinem Beifahrer gehabt, um 16 Uhr habe er es nochmal versucht, aber keinen Kontakt mehr bekommen.
22.11 Uhr:
Das LKA hat nun die Ermittlungen übernommen und weist darauf hin, dass die Hintergründe nach wie vor unklar sind. Bürgermeister Müller: „Lage hier vor Ort unter Kontrolle“. Bundeskanzlerin Merkel steht in Kontakt mit Berlins Bürgermeister, Innenminister De Maizière bietet Unterstützung durch die Bundespolizei an.
22.21 Uhr:
Die Polizei Berlin appeliert per Facebook:
Bitte verbreiten Sie keine Videos vom Ereignisort im Netz. So schützen Sie die Privatsphäre der Opfer und ihrer Angehörigen.
22.37 Uhr:
Erneutes Statement von Berlins regierendem Bürgermeister. Nach der polizeilichen Einschätzung bestehe keine Gefahr mehr. Es werde nun durch die Spezialisten geklärt, warum der LKW in den Weihnachtsmarkt raste. Da die Hintergründe des Geschehens noch nicht klar sind kann und darf nicht spekuliert werden. Der Beifahrer des LKW sei vermutlich an den Unfallfolgen verstorben. Zu den Identitäten der Toten können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.
22.54 Uhr:
Gegenüber der Morgenpost äusserte ein Zeuge, dass der LKW ohne Licht auf den Weihnachtsmarkt zugefahren sei. „Der fuhr einfach von der Kantstraße auf den Platz. Das muss Absicht gewesen sein, der hatte nämlich kein Licht an. Und dann hörte ich nur noch dieses laute Knallen und hysterische Schreie“.
23.05 Uhr:
Weitere Statements aus der Politik. Bundespräsident Joachim Gauck: „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt“, sagt er. „Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten.“ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier: „Viele Menschen, die heute Abend den Weihnachtsmarkt besucht haben, sind ums Leben gekommen, noch mehr wurden verletzt. Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden.“
23.33 Uhr:
Wir beenden unseren Live-Ticker nun, da es aktuell keine Neuigkeiten gibt und wir uns an Spekulationen gleichwelcher Art nicht beteiligen werden. Lassen wir den Ermittlungsbehörden die nötige Zeit, den Sachverhalt erschöpfend aufzuklären. Und bis dahin gilt einmal mehr: erst denken, dann klicken.
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