In der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf fehlen 1.000 Schuss Munition. Das hat die Wuppertaler Staatsanwaltschaft dem WDR  bestätigt. Schon seit drei Monaten ermittelt sie in diesem Fall gegen Unbekannt.

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Das die Munition bei Schießübungen liegengeblieben war oder schlichtweg ein Zählfehler der Waffenkammer vorliegt schließt die Staatsanwaltschaft mittlerweile aus. Nun werde geprüft, wer Zugang zur Waffenkammer hatte und ob es Unstimmigkeiten oder Fehler bei der Kontrolle der Munition gab.

Der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert:

Wir ermitteln in alle Richtungen und versuchen einzugrenzen, wer die Finger im Spiel hat und können nicht ausschließen, dass auch Anstaltsbedienstete mit verwickelt sind.“

Bei der gestohlenen Munition handelt es sich um das gängige Kaliber 9mm Parabellum, welches auch bei der Polizei verwendet wird.

Die JVA in Wuppertal-Ronsdorf hatte in der Vergangenheit immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Vor allem, weil sich dort in den vergangengen Jahren mehrere Häftlinge das Leben nahmen – zuletzt vor zwei Monaten. Kritik gab es auch vonseiten des Wachpersonals am Führungsstil des ehemaligen Anstaltleiters Rupert Koch. Koch trat daraufhin im vergangenen Sommer auf eigenen Wunsch von seinem Posten zurück. Die jetzige Leiterin der Justizvollzugsanstalt, Katja Grafweg, übernahm das Jugendgefängnis vor knapp einem Jahr kommissarisch. Ab September soll das Jugendgefängnis eine neue Leitung bekommen.

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