Am Freitagabend (2. September) kurz nach 18 Uhr war der Ostwall in Grevenbroich wieder frei. Die Polizei nahm 77 Personen in Gewahrsam und brachte sie in Grevenbroich, Neuss, aber auch in Duisburg ins Polizeigewahrsam.

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Demonstranten einer kurdischen Studentenbewegung hatten die Straße seit dem Mittag blockiert. Trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei, blieben die Teilnehmer sitzen. Der Aufzug mit rund 160 Personen, war gegen 10.30 Uhr von der Rheydter Straße gestartet. Als die Teilnehmer mehrfach gegen versammlungsrechtliche Auflagen (Betrieb und Lautstärke des mitgeführten Lautsprecherwagens) verstießen, verbot die Polizei die weitere Nutzung.

Der Marsch stoppte und die Teilnehmer weigerten sich, weiterzugehen. Die Versammlungsleiterin hatte keinen Einfluss mehr auf die Veranstaltung. Rettungswege eines nahen Krankenhauses waren versperrt. Als die Demonstranten trotz Fristsetzung (bis 13 Uhr) sitzen blieben, beendete die Polizei die Versammlung.

Die Einsatzkräfte stellten von den Blockierern (107 Männer, 49 Frauen, davon 15 Jugendliche) die Personalien fest. Einige mussten von der Straße getragen werden. Es flogen immer wieder Flaschen. Drei Polizisten sind leicht verletzt worden, blieben aber dienstfähig. Seitens der Demonstranten gab es drei leicht Verletzte. Zwei Personen kamen mit einem Rettungswagen (internistisch) ins Krankenhaus.

Es werden jetzt von den Einsatzkräften zahlreiche Strafanzeigen u.a. wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Die Marsch der kurdischen Studentenbewegung hatte am Mittwoch (31. August) in Duisburg begonnen, führte über Düsseldorf nach Grevenbroich und hätte am Freitagabend in Leverkusen enden sollen.

Quelle: Polizei Neuss

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