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Ein 28-jähriger Bewohner aus Braubach löste am gestrigen 28.12. gegen 17:00 Uhr einen polizeilichen Einsatz aus, der für einzelne Einsatzkräfte bis 24:00 Uhr andauerte.

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Die Wohnungsgeberin hatte ihren Mieter seit einiger Zeit nicht mehr gesehen und machte sich Sorgen. Vor der Wohnung nahm sie verdächtigen chemischen Geruch wahr. Als die Einsatzkräfte die Wohnung betraten, fanden sie ein umfangreiches Sammelsurium von Chemikalien vor. Zunächst wurde ein illegales Drogenlabor vermutet, letztlich konnte auch die Herstellung von Sprengstoff nicht gänzlich ausgeschlossen werden, da sich die aufgefundenen Mittel als Grundsubstanzen für viele Endprodukte, von Düngemitteln über Drogen bis zu Sprengstoffen eigneten. Entsprechend wurde die Wohnung gesichert, Chemiker aus Ludwigshafen sowie Delaborierer des LKA Mainz zur Einsatzstelle gebracht.

Alle Feststellungen vor Ort, wie auch die Folgeermittlungen bis hin zur Befragung des Bewohners, der sich bei Bekannten in Süddeutschland aufhielt, führten zum Ergebnis, dass der 28-jährige bislang ohne großen Erfolg versuchte, mittels der Substanzen Gold aus alten Handy- bzw. PC-Platinen herauszulösen.

Die Erfolglosigkeit war auch der Grund für den Besuch bei Bekannten in Süddeutschland, von denen einer Physiker ist. Er erhoffte sich „glänzende“ Ratschläge, die ihn zum Erfolg führen sollten. Allerdings rieten ihm seine Bekannten aufgrund der Komplexität der chemischen Vorgänge ab, sein Vorhaben fortzusetzen.

Nach Angaben der Chemiker gehen von den Substanzen selbst keine Gefahren aus.

Ob im vorliegenden Fall eine nach Umwelt- bzw Abfallrecht genehmigungspflichtige Anlage betrieben wurde, muss in der Folgezeit mit den zuständigen Fachbehörden noch geklärt werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Koblenz

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