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Eine persönliche Schilderung zum Geschehen in München

Die Situation gestern hier bei uns in Minga war schlimm. Ich weiß nicht, ob es „Terror“ oder „Amok“ war und ehrlich gesagt, ist mir das auch egal. Offensichtlich hat ein saublöder Mensch eine saublöde Entscheidung getroffen, die anderen Menschen das Leben gekostet hat. Und soweit ich weiß, ist das auch die einzige Information, die bisher bestätigt ist.

Wir waren schon raus aus dem OEZ als das Chaos losging. Uns kamen urplötzlich unzählige Polizeifahrzeuge in rasender Geschwindigkeit entgegen. Ich hab aufs Handy geschaut und wurde von „Informationen“ überflutet. Und tatsächlich war bereits die dritte Meldung auf meinem Handy, dass nun der IS auch in München zugeschlagen hat.


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Und wisst ihr was?

Mir war das völlig wurscht. Auch wenn die Spekulationen über Herkunft, Motiv und Schuhgröße des Täters wohl zu unserer Medienlandschaft gehören, kann ich seit gestern mit Sicherheit sagen, dass das allen Menschen, mit denen ich hier gesprochen habe, fucking egal war.

Mein Handy stand nicht mehr still.

Knapp 400 Leute wollten in irgendeiner Form wissen, ob bei uns alles okay ist, ob es uns gut geht, ob wir von anderen wissen, die betroffen sein könnten. Nicht ein Mensch hat gefragt, ob der Täter religiöse Bekundungen oder die Qualität seines Mittagessens als letzte Worte herausgeschrien hat. Niemand hat sich überhaupt für den/die Täter interessiert.

Während sich nun diverse Fernsehsender überschlagen haben mit Gerüchten zu dieser/diesen Person/en, haben viele Münchner ihre Türen all jenen geöffnet, denen der Täter auch scheißegal war. Die Türen waren offen für all jene Menschen, die völlig überrascht von dieser Situation nicht in ihre Wohnungen zurück konnten oder als Touristen hilflos mitten in einer fremden Stadt voller Angst standen.

Der Reporter im ZDF hat nach islamistischen Hintergründen gefragt und wir, ob noch jemand einen Kaffee will. Die Leute hier haben geschrieben und telefoniert und all ihren Lieben mitgeteilt, dass es ihnen gut ging. Noch während die Reporter versucht haben, einen Zusammenhang zum Islam zu konstruieren, haben die Moscheen und Kirchen hier in München ihre Tore geöffnet und den Gestrandeten einen Unterschlupf geboten. Allein hier bei uns im Haus waren etwa acht Nationen vertreten, die nur das Interesse hatten, ihr Umfeld in Sicherheit zu wissen.

Die Polizei, allen voran Marcus da Gloria Martins als Pressesprecher, hat hervorragende Arbeit geleistet. Effektiv, professionell und beruhigend hat sie agiert und die Menschen in Sicherheit gebracht. Wir wurden gut informiert, gesicherte Informationen schnell weitergegeben. Und auch das ist viel wichtiger als die Frage nach Motiv und Herkunft des Täters.

Und auch wenn heute eine seltsame Schwere über unserer Stadt liegt, bin ich dankbar darüber, Teil dieser großen Solidarität und Hilfsbereitschaft gewesen zu sein.

Was wir brauchen sind sicher keine Fragen und Vermutungen über die letzten Worte eines Irren, sondern viel mehr all die Worte, die gestern von den Menschen gesagt wurden, die einander beigestanden sind und a bisserl zusammengerückt sind. Die sind nämlich eigentlich viel wichtiger.

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