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Berlins Senator Czaja kündigt dem Flüchtlingsheimbetreiber PeWoBe sämtliche Betreiberverträge, Politiker der Opposition fordern gar strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: die Zustände in den von PeWoBe betriebenen Flüchtlingsheimen stehen bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Nun wird durchgegriffen.

„Ich habe heute den Auftrag erteilt, alle Betreiberverträge mit der PeWoBe fristlos zu kündigen“, teilte der CDU-Sozialsenator mit. Die Zusammenarbeit mit der Pewobe (Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH) habe sich zunehmend immer schwieriger dargestellt, hieß es in der Erklärung: „Wir haben in mehreren Unterkünften Hinweise zu Qualitätsmängeln erhalten. Auch nach wiederholten Begehungen sind Mängel nicht vollständig abgestellt worden. Zuletzt erfolgte eine öffentliche Auseinandersetzung mit einer Ehrenamtsorganisation, die von der Pewobe sogar verklagt wurde. Das ist kein Bild von einem Betreiber, mit dem wir weiterhin zusammenarbeiten wollen, und nicht die Art und Weise, wie aus unserer Sicht mit Ehrenamtlichen und schon gar nicht mit den ihn anvertrauten Menschen umgegangen werden darf.“

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Grund für dieses Durchgreifen dürfte der interne Mailverkehr sein, der zwischen PeWoBe-Mitarbeitern an die Öffentlichkeit gelangte.

In den Mails geht es dann beispielsweise um „Enthauptungen“, die allerdings Dreck machen würden, „weil es immer ein bisschen spritzt“, und um die „max. Pigmentierten“, die das dann saubermachen könnten. Als „Entsorgungsmöglichkeit“ wird dann auch noch ein „großvolumiges Krematorium“ vorgeschlagen.

Oder aber um einen Sandkasten, aus dem „bei unseren Bewohnergruppen ganz schnell ein Aschenbecher oder ein heimisches Klo“ würde. Da schlägt die zentrale Wohnheimkoordinatorin Peggy M. unter anderem eine „Kinderguiolltine“ vor. Eine andere Mitarbeiterin mailt, das sei doch „…mal was anderes als das Standartprogramm“.

„Auch der derzeitige Umgang mit dem unsäglichen und aus meiner Sicht nicht erklärbaren und durch nichts zu entschuldigendem Mailaustausch macht deutlich, dass eine weitere Zusammenarbeit mit der PeWoBe nicht mehr möglich ist“, heißt es nun in der Mitteilung der Senatsverwaltung.

Zugleich wird erklärt, dass die nach wie vor schwierige Unterbringungssituation die Verwaltung bislang davon abgehalten habe, eine fristlose Kündigung zu vollziehen. Nunmehr sehe man keinen anderen Weg mehr.