YouTube warnt User vor Hass-Kommentaren

Kathrin Helmreich, 4. Dezember 2020
YouTube weist Nutzer künftig auf Hass-Kommentare hin
YouTube weist Nutzer künftig auf Hass-Kommentare hin

KI erkennt verletzende Beiträge und informiert Nutzer im Voraus über mögliche Regelverstöße

Videogigant YouTube will Anwender künftig warnen, wenn diese einen verletzenden oder anstößigen Kommentar posten. Der Algorithmus der Google-Tochter soll erkennen, ob ein User-Beitrag problematisch ist. Ein Pop-up-Fenster macht Nutzer darauf aufmerksam, dass ihr Kommentar möglicherweise ein Verstoß gegen die Richtlinien ist, denen auch ein Link beigefügt ist.

Kontext in Betracht gezogen

„Kommentare spielen eine wichtige Rolle dabei, wie Content-Produzenten mit ihrem Publikum interagieren. Aber Probleme mit der Qualität der Beiträge sind häufig. Wir haben in Technologie investiert, die besser verletzende Kommentare erkennt, indem sie das Thema von Videos und den Kontext der Bemerkungen in Betracht zieht“,

heißt es von YouTube. Momentan beginnt die Plattform damit, das neue Feature auf Android-Smartphones verfügbar zu machen. Die Warnungen sollen bald für alle Anwender gelten.

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Auch wenn sie das Pop-up-Fenster sehen, können User ihren Kommentar immer noch posten. Es ist auch möglich, dass es sich bei dem Beitrag nicht um einen Regelverstoß handelt. Die Künstliche Intelligenz soll lediglich eine Empfehlung geben. YouTube nutzt seit einigen Monaten verstärkt Algorithmen, um schädliche Inhalte auf der Plattform zu stoppen. So setzt das System die Altersbeschränkungen bei Videos seit September härter durch (pressetext berichtete).

Gerechtere Monetarisierung

Neben der Eindämmung von verletzenden Kommentaren will YouTube Content-Produzenten auch mit einer gerechteren Monetarisierung helfen.

Nach vielen Beschwerden über Diskriminierung bittet das Unternehmen Video-Macher um verschiedene Informationen, wie ihre Ethnizität oder ihr Geschlecht. Dadurch will YouTube feststellen, ob das System bestimmte Gruppen von Produzenten benachteiligt.

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Quelle: pressetext
Artikelbild: Ink Drop / Shutterstock


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