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YouTube kämpft gegen gefährliche Streiche!

Kathrin Helmreich, 17. Januar 2019
YouTube kämpft gegen gefährliche Streiche!
YouTube kämpft gegen gefährliche Streiche!

Konten leichtsinniger Nutzer werden ab sofort nach Verstößen eingeschränkt oder gesperrt

YouTube legt bei gefährlichen Streichen und Herausforderungen, die Nutzer zur Nachahmung animieren sollen, eine härtere Gangart an den Tag.

„Pranks“ und „Challenges“ haben in der Vergangenheit immer wieder zu Verletzungen und Todesfällen geführt. Erst vergangene Woche baute etwa eine US-Teenagerin einen Unfall, weil sie ihr Auto im Sinne der „Bird Box“-Challenge mit verbundenen Augen lenkte.

User, die so etwas posten und verbreiten, müssen nun mit der Einschränkung beziehungsweise Sperrung ihres Kontos rechnen.

„Muss klare Regeln geben“

„Wir wollen ein für allemal klarstellen, dass unsere Unternehmensrichtlinien gegen verletzende und gefährlich Inhalte auch solche Streiche beinhalten, von denen eine erkennbare Gefahr ausgeht, sich dadurch ernsthafte physische Verletzungen zuzuziehen“,

stellt YouTube via Blogpost klar. Als Beispiel verweist die Google-Plattform etwa auf die zuletzt sehr beliebte „Tide Pod“-Challenge, bei der Zuseher dazu aufgefordert werden, Waschmittel in den Mund zu nehmen respektive zu schlucken.

„Solche Videos haben auf unserer Website nichts verloren“,

betonen die Seitenverantwortlichen.

Bei entsprechenden Aufforderungen und Streichen könne der Spaß für die Betreffenden sehr schnell vorbei sein.

„Deshalb muss es klare Regeln geben, die sicherstellen, dass solche Späße nicht die Grenze überschreiten und User nicht verletzt oder gefährdet werden“,

heißt es von YouTube. So werden Nutzer, die künftig derartigen Content posten, mit einer Verwarnung bedacht, die mit der Limitierung einiger Features wie etwa des Live-Streamings einhergeht. Bei einem zweiten Verstoß innerhalb von drei Monaten werden diese weiter eingeschränkt, nach dem dritten erfolgt die endgültige Sperre ihres Kontos.

Mutproben für mehr Klicks

Die Verbreitung und Nachahmung von Pranks und Challenges in Online-Portalen wie Facebook oder YouTube hat sich in den vergangenen Monaten zu einem beinahe unaufhaltsamen Trend entwickelt. Einige davon sind eher harmlos und lustig.

Viele der viralen Videos spornen Nachahmer aber tatsächlich zu irrwitzigen Mutproben an, die diese trotz besserem Wissen antreten, um Klicks zu generieren und die eigene Bekanntheit im Netz zu steigern.

Welche dramatischen Konsequenzen das haben kann, zeigte beispielsweise die „Fire“-Challenge. Bei der Mutprobe, die Nutzer dazu anspornt, sich selbst mit brennbarer Flüssigkeit einzureiben und diese dann anzuzünden, kam es bereits zu mehreren tragischen Unfällen.

Ein zwölfjähriges Mädchen aus Detroit kostete die Aktion im August 2018 beinahe das Leben. Aber nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande wird von Behörden eine zunehmende Zahl von Zwischenfällen registriert, die auf Pranks und Internet-Challenges zurückgehen.

Vorschaubild: JuliusKielaitis / Shutterstock.com

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