Woher kommen die Satellitenbilder aus der Ukraine?

Marina Dullnig, 4. März 2022

Neben der NASA lichten immer mehr private Unternehmen die Erde in regelmäßigen Abständen vom Orbit aus ab.

Schon längst sind Satellitenbilder nicht nur noch für Meteorologen oder Kartografen von großer Bedeutung. Wer die Geschehnisse rund um Russland und die Ukraine beobachtet, stößt auch immer wieder auf Satellitenaufnahmen, welche nicht nur verdeutlichen, welch enormer Schaden gerade angerichtet wird, sondern ebenso der Nachverfolgung von Bewegungen der Truppen dienen.
Seit 1959 das erste verschwommene Bild von Explorer 6, einem Satelliten der NASA mit einem beachtlichen Gewicht von 64,4 kg, die Erde erreicht hat, hat sich durch die fortgeschrittenen technologischen Möglichkeiten bei der Bildverarbeitung und der Raumfahrt vieles getan.
Das Unternehmen PLANET hat sich auf sogenannte Cubesats, die weniger als 1,3 Kilogramm wiegen und in der kleinsten Ausführung gerade mal 10 cm Kantenlänge messen, spezialisiert.
Von den 432 Satelliten, welche PLANET in den letzten 9 Jahren in die Umlaufbahn geschickt hat, sind laut Angaben des Unternehmens zirka 200 im Einsatz.
Solche Aufnahmen sind nicht nur für das Militär oder für Regierungseinrichtungen relevant. Unternehmen aus der Landwirtschaft, aber auch kommerzielle Kartografen zählen zu den Kunden, die Jahresumsätze in Milliardenhöhe ermöglichen. Je nach Aktualität und Qualität der Aufnahme fallen Kosten von 15 US-Dollar pro Quadratkilometer an.
Google Maps bietet Satellitenbilder zwar kostenlos an, jedoch stellen diese Aufnahmen keine Alternative für eine professionelle Nutzung dar. Die Bilder sind selten aktuell und die Auflösung für viele Gebiete zu niedrig. Durch den Einsatz von Flugzeugen können zwar hochauflösende Aufnahmen gemacht werden, jedoch fliegen diese nicht über abgelegene Regionen, geschweige denn über Krisengebiete.

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Quelle: futurezone

 
 


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