Der Winter kostet Kleinhunde angeblich das Leben!

Tom Wannenmacher, 21. Februar 2018

Danger – ab 5 Grad plus – Danger…

…so beginnt ein Statusbeitrag auf Facebook, der abermals die Runde macht.

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Der Statusbeitrag als Wortlaut:

Danger – ab 5 Grad plus – Danger
Liebe Gruppenmitglieder,
kaum jemand weiss das und ahnt es noch nicht einmal.
Der Winter kommt jetzt mit großen Schritten, ok das wissen wir, aber………
die beiden letzten Winter haben vielen Kleinhunden das Leben gekostet.
Bei Kleinhunden kommt es ab 5° sehr schnell zur Unterkühlung.
Ausschlaggebend ist hier noch nicht einmal der äußere Körper, sondern die eingeatmete Kaltluft, welche innerlich zur Auskühlung und zu Verspannungen der Organe und Adern führt. Eine falsche Bewegung, ein paar Treppenstufen und das kann es gewesen sein. Der Prozentsatz liegt sehr hoch, dass es zur sogenannten Ruptur im Abdomen, im Peristinalbereich kommt. Das bedeutet nichts anderes als ein Riss an einem Organ, oder einer blutführenden Bahn, im geräuschbildenden, inneren Bauchbereich. Die Hunde verbluten innerlich.
Der Bauch wird leicht dicker und sehr weich, die Bauchdecke zeigt eine weißliche Farbe.
Selbst wenn der Tierarzt sehr schnell erreicht werden kann, ist es dem Arzt kaum möglich, den Rissbereich derart schnell zu finden, dass die Blutung gestoppt werden kann. Die Sterberate liegt bei eigentlich 100%.
Es ist daher angeraten, bei Kälte, die Hunde nur schnell zum Gassigang herauszulassen und ggf. noch eine schnelle Rennrunde zuzulassen und dann wieder rein in die warme Stube. Lauwames Wasser sollte bereit stehen.

Da wir im letzten Jahr selbst auf diese Weise ein Mädel verloren haben, kommen unsere Hunde nur noch bis 5 Grad minus ganz, ganz kurz heraus, darunter garnicht mehr. Da müssen wir halt alle durch, dass Leben ist wichtiger.
Es kann, wie bei uns, viele Jahre gut gehen, bis ja….unsere Fortune ihr Leben lassen musste. Um 18.00 Uhr waren alle bei 7° minus, kurz draußen, erst um 19.30 Uhr zeigte sich, dass mit Fortune etwas nicht stimmte, vor der Tierarztpraxis starb Fortune, obwohl wir mit 200 kmh durch die Stadt gebrettert waren.
Nie wieder möchte ich sowas erleben und vor allem das hierdurch unser armes Mädel sein Leben verloren hat.
2 Tage später starb aus unserem Bekanntenkreis ein Jack Russel. Herrchen ging mit dem Hund eine große Runde Gassi, bis der Hund nicht mehr folgte. Er lag 50m hinter Herrchen auf dem Weg, tot. Die Opduktion ergab einen Riss in der Aorta. Der Hund war mit wenigen Herzschlägen verblutet. Der TA vermutete, dass der Hund ausgekühlt und dann weggerutscht war und durch die Verrenkung die Schlagader riss.
Nachfragen in den Praxen ergaben, dass die Rate der so zu Tode gekommenen Hunde sehr hoch war.

Erste Hilfe bei direkter Unterkühlung
Es kann durchaus einmal vorkommen, dass man im Winter unterwegs ist und von einem Eisregen erwischt wird.
Wenn es möglich ist, sollte der nasse Hund sofort unter den Mantel genommen werden.
Kommt es trotzdem zur Unterkühlung, die Temperatur liegt dann um die 36°, ist schnelles Handeln angesagt.
1. Auf ein Federkopfkissen (beste Speicherung und Verteilung der Wärme) wird ein Heizkissen auf Stufe 1 gelegt. Ein Körnerkissen geht auch.
2. Der Hund wird mit einem Handtuch abgedeckt. Bauch und Beine bleiben frei.
3. Einen Kaffeebecher warmes Wasser und 1 Beutel Oralpädon mischen und dem Hund jede 5 Minuten 1 1/2 ml mit einer Kanüle einflössen.
4. Den Hund alle 10 Minuten wenden. Wenn man das Handtuch zum Teil unter den Hund gelegt hat, geht das, indem man den Hund mit dem Handtuch auf die andere Seite rollt.
Äußerst wichtig: Die Erhöhung der Körpertemperatur MUSS sehr langsam vorgenommen werden. Zu schnell und zu heiß führt zu Herz und Kreislaufprobleme, bis Organversagen.

Das stimmt jedoch nicht!

Tierarztpraxis Dr. Elke Jonigkeit hat zu diesem Thema folgendes Video auf Facebook veröffentlicht:

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