Über die Challenge auf Facebook zu “„Poste 3 Fotos, die dich glücklich machen, Mama zu sein“ haben wir ja bereits berichtet. Und viele Mamis und Papis haben den Sinn der “Warnung” dahinter nicht richtig verstanden.


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Mimikama: Information

Daher dürfen wir an dieser Stelle das Thema “Fotos von Kindern auf Facebook, WhatsApp, Instagram und CO” abermals aufgreifen.

Es ist uns durchaus bewusst, Kinder sind etwas einzigartiges und wunderbares. Bereits ein kleines Lächeln von Ihnen ist eines der größten Geschenke, dass sie uns geben können. Selbstverständlich ist es auch, dass man seine Kinder gerne auch anderen Usern im Netz nicht vorenthalten möchte.

Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, dass wir hier keine Spaßbremser sein möchten. Es geht uns jedoch darum aufzuzeigen, welche Auswirkung es haben kann, wenn man sein Kind mittels eines virtuellen Fotoalbums präsentiert!

Was früher noch im Wohnzimmer mittels eines selbst erstellten Fotoalbums in gemütlicher Atmosphäre statt fand, findet heute im großen Stil im Internet satt.

Sei es auf Facebook, via WhatsApp oder Instagram. Innerhalb weniger Sekunden hat man ein virtuelles Fotoalbum erstellt und kann dieses sofort mit Freunden teilen.

Viele Eltern jedoch vergessen, dass solche Fotoalbum meist auch der “Öffentlichkeit” zur Verfügung stehen. Sprich, auch FREMDE haben Einblick in diese Alben.

“Das ist doch nicht schlimm” – bekommen wir immer wieder zu hören!

Fragt doch mal eure Kinder, wenn sie ein paar Jahre älter sind und die Fotos von ihren Schulkameraden mit einem verachtenden Lachen auf die eigene Pinnwand gepostet bekommen.
Von noch schlimmeren Möglichkeiten als dem schon heute immer häufiger vorkommenden Cybermobbing mal ganz abgesehen…

Ein Beispiel einer Facebookseite, die zum Glück bereits gelöscht wurde.

Dieses Fotos wurden von privaten Profilen kopiert und erneut hochgeladen. Am Seitennamen der Seite kann man erkennen um was es hier geht Trauriges Smiley

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Liegt es wirklich noch im Interesse des Kindes, hunderte potentielle Peinlichkeiten und Angriffspunkte zu schaffen?

Wer jetzt argumentiert, dass man Fotos schließlich auch wieder von Internetseiten löschen könne, vergisst, dass das Internet nicht vergisst.

Schlimmer noch: Dritte, die die Fotos betrachten können, haben regelmäßig auch die Möglichkeit, sich diese Fotos auf ihren Rechnern zu speichern.

Dass dies dann wieder zu einer bewussten oder versehentlichen Weiterveröffentlichung auf nicht absehbare Zeit führen kann, der man teils auch rechtlich nur begrenzt und sehr aufwändig entgegentreten kann, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung. Ihr alle seid stolz auf eure Kinder und wollt nur das Beste für sie.  Dazu gehört selbstverständlich auch die Wahrung der Persönlichkeitsrechte eurer Kinder.

Wie wollt ihr euren Kindern den immer wichtigeren sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Internet beibringen, wenn das Leben des Kindes schon vorher lückenlos online steht?

Das nackt am Strand spielende Kind von heute muss sich schon morgen gegen andere behaupten.

Noch mehr als in eigenen Belangen muss daher gelten: Erst denken, dann posten. Oder nicht?!?

Zum Schluss möchte ich vorsorglich noch klarstellen, dass ich hier keinen konkreten Einzelfall ansprechen und euch/ Ihnen erst recht nicht auf die Füße treten wollte. Da ich aber oft genug beruflich mit Cybermobbing etc. zu tun habe und hautnah miterlebe, wie meine Mandanten hierunter leiden, finde ich einen rechtzeitigen bewussten Umgang mit sozialen Netzwerken besonders wichtig. Vielleicht fehlt so manchem bislang einfach das Problembewusstsein.

Die Polizei appelliert!

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Quelle: Polizei Hagen via Facebook

Sogar die Polizei hat einmal eine Appel an Eltern auf Facebook gerichtet.  Dieser lautete:

Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten! – Auch Ihre Kinder haben eine Privatsphäre!

Ein Schnappschuss am Strand oder nackt badend im Planschbecken: Viele von Ihnen veröffentlichen Bilder von ihren Kleinsten bei Facebook und Co. Und das nicht selten für jedermann sichtbar, also völlig ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bei den Privatsphäre-Einstellungen

Vielleicht finden Sie die Fotos heute süß, Ihrem Kind sind sie in ein paar Jahren aber endlos peinlich. Oder Ihr Kind wird damit sogar gemobbt. Noch schlimmer: Pädophil veranlagte Menschen bedienen sich solcher Fotos und nutzen sie für ihre Zwecke bzw. veröffentlichen sie an anderer Stelle.

Auch ihre Kinder haben eine Privatsphäre. Kinderfotos haben in sozialen Netzwerken grundsätzlich nichts zu suchen. Denn das Internet „vergisst“ nichts.

Zeigen Sie die Bilder von Ihren Kleinsten der Oma, dem Opa, der Tante, dem Onkel, Freunden und Bekannten lieber persönlich. Es ist doch auch viel schöner, gemeinsam darüber zu sprechen und zu schmunzeln.

Danke! Ihre Polizei Hagen

UNSER APELL AN DIE ELTERN!

Veröffentlicht keine Kinderbilder im INTERNET. Zeigt die Fotos lieber so wie früher in Fotoalben udgl. Und wenn es gar nicht anders geht, dann achtet zumindest auf die richtige PRIVATSPHÄREEINSTELLUNG auf Facebook und postet die BILDER NICHT ÖFFENTLICH, sondern wenn dann nur “FÜR FREUNDE” oder noch besser indem Ihr nur einzelne PERSONEN markiert (Benutzerdefinierte Einstellung)

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