Eine aktuelle Welle an Berichten über einen WhatsApp-Virus zitiert gerade einen Artikel von uns, der sich auf einen WhatsApp Kettenbrief bezieht.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Mimikama: Information

Diese mittlerweile vielfach erschienenen Artikel haben aus einem Kettenbrief, der letztendlich den Empfänger zu einer Installation einer nicht vertrauenswürdigen App verleitet, über das Hinzufügen von Informationen einen Virus (ja gar durch Unterstützung von Hackern) gemacht, welcher die Hardware zerstöre. Diese Darstellung unseres Inhaltes ist nicht korrekt!

Unser ursprünglicher Artikel vom 11.Dezember lautete:

WhatsApp-Warnung: “Finde heraus, mit wem deine Freunde chatten…”

Diese Art von Kettenbriefen auf WhatsApp ist uns in diversen Analysen bereits öfter in Erscheinung getreten, wie z.B. “Falscher Stinkefinger, falsche Versprechen!“, “Drehe am Glücksrad. Tausende WhatsApp-Nachrichten werden versendet.” oder “WhatsApp-Abofalle (hm-voucher) im Umlauf.”

Die Abläufe sind dabei immer identisch: Personen sollen im Schneeballsystem Links verbreiten um eine erhoffte „ach so tolle“ App zu bekommen. Diese App ist jedoch nicht das, was einem versprochen wurde.


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An dieser Stelle daher die deutlichen Punkte:

1) Es handelt sich nicht um einen Virus

Es ist ein Kettenbrief. Die Nutzer werden mittels der Botschaft in der Nachricht dazu genötigt, ihrerseits 10 Kontakte anzuschreiben.

2) Es handelt sich nicht um Hacker

Die Nachrichten werden von den Nutzern selbst verbreitet. Dieses geschieht aus dem Antrieb, am Ende die versprochene “Kontrolliere, mit wem Deine Freunde schreiben” App zu bekommen. Die Information über „Hacker“ stammt nicht von uns.

3) Vibriert das Handy, bis der Akku leer ist?

Kann man von ausgehen, wir haben jedoch das Handy in diesem Analyseablauf vorzeitig ausgeschaltet, da es nicht mehr ordnungsgemäß lief.

4) Ein Hard-Reset wurde niemals ausgeführt

Woher die Information über einen Hard-Reset stammt, ist schleierhaft. Wir haben keinen durchführen müssen.

Liebe berichterstattenden Medien,

Grundsätzlich bedanken wir uns für die freundliche Erwähnung unserer Ergebnisse. Ihr dürft sehr gerne jederzeit unsere Artikel als Grundlagen nutzen, das ist kein Problem und kostest ja auch nichts. Doch bitte, wenn es Unstimmigkeiten oder Fragen gibt, meldet Euch einfach kurz an unserer Adresse  presse@mimikama.at.

An dieser Stelle kurz ein Dank an Dr. Hans-Christian Dirscherl von der PC Welt, der uns heute angeschrieben hat und gefragt hat, ob das mit dem Virus stimme, denn sonst hätten wir diese “Stille Post” Mutation so schnell nicht bemerkt.

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Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

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