Wisst ihr noch, wie eine Kindheit ohne Internet war? Nein, wir wollen jetzt nicht von guten, alten Zeiten schwärmen! Ihr könnt euch aber sicher noch daran erinnern, wie euch eure Eltern immer vor fremden Männern gewarnt haben, oder?

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„Nehmt keine Süßigkeiten, steigt in kein fremdes Auto ein, vertraut nicht Jedem“.
Heute haben wir das Internet. Das Medium ist neu, die Gefahren sind aber, insbesondere für Minderjährige, nach wie vor gleich geblieben. Heute steht der „fremde Mann“ nicht mehr in einer dunklen Ecke. Heute hat er WhatsApp.

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„Schenkst du mir ein Handy?“

Man könnte seitenweise darüber schreiben und diskutieren, wie wichtig ein Handy für ein Kind ist, es gibt Dutzende Argumente dafür und dagegen. Letztlich ist es aber so, dass viele Kinder und Jugendliche ein Handy besitzen und nutzen, um im Internet zu surfen und mit Freunden zu chatten, ohne das die Eltern ständig einem über die Schulter schauen. Dieses kleine Stück Freiheit ist wichtig für Heranwachsende. Leider lauern aber dort auch Gefahren, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

Jagdrevier: Soziale Netzwerke

Plattformen wie Facebook oder Knuddels haben eine Altersbeschränkung. Auf Facebook darf man sich erst ab 13 Jahren anmelden, bei Knuddels erst ab 14 Jahren.

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Quelle: knuddels.de

In diesem Alter ist man noch längst nicht mündig, auch noch nicht wirklich sozialkompetent, aber, sind wir ehrlich, das sind viele Erwachsene auch nicht. Und die Altersüberprüfung ist faktisch nicht wirklich vorhanden.

Bei jenem „Knuddels“ haben sich also nun zwei Mädchen aus Wittstock, 12 und 13 Jahre alt, angemeldet und wurden dort von einem Mann kontaktiert. Am Montag, den 25. Und Dienstag, den 26. Januar 2016 forderte der Mann das 12-Jährige Mädchen auf, ihr Nacktfotos zu schicken, was sie auch befolgte, indem sie ein Foto von ihr im BH per WhatsApp sandte. Auch die 13-Jährige folgte den Anweisungen.

Schnelle Anzeige

Wohl war den Mädchen bei der Sache sicher nicht. So kam es dazu, dass bereits am Mittwoch eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger bei der Polizei Wittstock einging. Laut der „Märkischen Allgemeinen“ besteht keine unmittelbare Gefahr für die Mädchen, eines der Handys wird gerade von der Polizei untersucht.

Liebe Eltern,

wir wissen, dass viele von euch mit dieser „neuen Technik“ nicht wirklich etwas anfangen können. Viele neigen dann dazu, eher wegzuschauen, „es wird schon nichts passieren“.
Vergesst das mal ganz schnell wieder. Redet mit euren Kindern über Internet-Nutzung. Klärt sie über die Gefahren und Fallstricke im Internet auf. Und wenn ihr euch dabei nicht sicher seid, weil ihr selber vielleicht keinen rechten Durchblick habt, dann wendet euch an Menschen, die euch eure Fragen beantworten können. Das sind vielleicht Verwandte oder Freunde, aber auch online, z.B. in unserer Community http://zddk.eu dürft ihr Fragen stellen, ohne dass ihr ausgelacht oder mitleidig belächelt werdet.

Das Internet bietet sehr viele Chancen und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Aber auch Gefahren. Lasst sie damit nicht alleine.

Autor: Ralf, mimikama.at
Artikel Vorschaubild: vita khorzhevska / Shutterstock

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