Eine wahllos versendete E-Mail versucht mittels falscher Mitteilung die Empfänger auf eine Medikamentenseite zu locken.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Mimikama: Warnung vor...

Die E-Mail gibt ihren Absender als “WhatsApp Service” an, jedoch stammt sie auf gar keinen Fall von WhatsApp. Der Betreff der Mail lautet “Missed Voicemail”, in der Mail findet WhatsApp ebenfalls Erwähnung und man wird darauf hingewiesen, eine Voicemail empfangen zu haben.

image

An dieser Stelle warnen wir: diese Mail stammt nicht von WhatsApp, es liegt auch keine verpasste Sprachnachricht vor.

Warum WhatsApp?

Im Grunde ist es völlig egal, welcher Name hier als Köder benutzt wird. Diese Mail bekommen garantiert auch Menschen, welche kein WhatsApp nutzen. WhatsApp als Köderwort wurde nur genutzt, weil sehr viele Menschen WhatsApp nutzen und somit die Trefferquote unheimlich hoch ist.

Fakt ist: es handelt sich hier lediglich um eine Spammail, die einen größtmöglichen Personenkreis erwischen möchte, welche den Inhalt glauben könnte.

Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 1)

Gehackter Webspace

Der Link aus der Mail heraus leitet auf einen gehackten Webspace, auf dem eine .php Datei abgelegt wurde, welche auf die eigentliche Spamseite weiterleitet.

image

In diesem Script ist die Weiterleitung zu der echten Spamseite definiert. Der Grund, warum eine zwischengeleitete Seite genutzt wird: aufgrund dieser Zwischenschaltung gelangt die Spamseite nicht auf eine Blacklist (eine Liste von schadhaften und/oder Spamseiten), da sie ja nicht direkt aus der Spammail verlinkt wird.

Keine Voicemail

Nein, keine Voicemail. Am Ende landet man auf einer alt bekannten Seite, welche sich als eine kanadische Onlineapotheke ausgibt. Die “MyCanadianPharmacy” Seite ist überhaupt eine der größten Spamseiten.

image

Wir raten dringend davon ab, auf einer solchen Seite errektionsunterstützende Medikamente zu kaufen, denn sowohl die Übermittlung der Zahlungsdaten (Kreditkarte) ist völlig unsicher, da kein HTTPS benutzt wird, noch weiß man überhaupt nicht, ob jemals die gewünschten Präparate ankommen, geschweige denn, wo die Kreditkartendaten hingehen.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady