WhatsApp-Funktion soll kostenpflichtig werden

Annika Hommer, 8. Februar 2022

Der weltweit meistgenutzte Messenger, WhatsApp, erhält bald ein Update mit drei wesentlichen Veränderungen, die das Löschen von Nachrichten, das Reagieren auf Nachrichten und Backups von Chats betreffen.


Nachrichten können länger gelöscht werden

Eine der Änderungen betrifft das Zeitfenster, in der bereits gesendete Nachrichten nachträglich vom Verfasser wieder gelöscht werden können. Dies ist aktuell exakt eine Stunde, acht Minuten und 16 Sekunden nach dem Abschicken möglich, soll aber künftig auf rund zweieinhalb Tage, genau genommen 60 Stunden verlängert werden. Vor einigen Wochen hatte WhatsApp noch angekündigt, dass das Löschen von Nachrichten noch eine Woche nach dem Absenden möglich werden solle. Bis zur Veröffentlichung des Updates könnten also noch Änderungen vorgenommen werden. Seit Dezember ist es Admins von Gruppenchats indessen möglich, Nachrichten zusätzlich zu den Verfassern selbst zu löschen.


Emoji-Reaktionen auf Nachrichten


Mit dem Update soll es WhatsApp-Usern zudem möglich werden, mit Emojis direkt auf Nachrichten zu reagieren. Jene, die den Signal-Messenger nutzen, ist diese Funktion bereits bekannt. Zunächst sollen hierbei zur Reaktion das „Daumen hoch“- und Herzemoji, sowie der tränenlachende, der weinende und der erstaunte Smiley sowie die betenden Hände zur Verfügung stehen.


Back-Ups werden kostenpflichtig

Zum Schluss noch eine schlechte Nachricht: Wie das Team von „WABetaInfo“ berichtete, zeigen sich im Quellcode des noch nicht veröffentlichten Updates Hinweise darauf, dass der Google Drive-Speicherplatz künftig eingeschränkt wird. Wie groß der kostenlose Speicherplatz künftig sein wird, ist jedoch unklar.

Damit könnte sich die Funktion, WhatsApp-Chatverläufe unbegrenzt über die Google Drive- Cloud zu sichern, wegfallen. Derzeit ist es möglich, sowohl Gmail als auch Google Fotos-Daten mit einer Größe von maximal 15GB kostenfrei in der Cloud zu speichern. Künftig soll es den Usern dann freigestellt werden, für welche Daten, inklusive WhatsApp-Backups, dieser Speicher genutzt werden kann. Dieses limitierte Backup-Volumen soll allerdings, ähnlich wie bei der Apple iCloud kostenpflichtig erweitert werden können.


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