Phishing und Datenklau-Warnung

WhatsApp-Nachricht über einen COVID-19-Zuschuss von UNICEF ist Fake

Sie haben auf WhatsApp eine Nachricht von UNICEF erhalten? Man will Ihnen einen Covid-19-Zuschuss von 50.000 Euro überweisen? Vorsicht: Dabei handelt es sich um Betrug.

Claudia Spiess, 19. Juli 2022

Kriminelle geben sich als UNICEF aus und täuschen Spenden oder Gewinne vor, warnt unser Kooperationspartner Watchlist Internet. In Wirklichkeit will man Ihnen Geld stehlen! Antworten Sie nicht und blockieren Sie die Nummer!

Achtung: Kriminelle kontaktieren Sie auf WhatsApp und versprechen Ihnen einen Covid-19-Zuschuss. / Screenshot Watchlist Internet
Achtung: Kriminelle kontaktieren Sie auf WhatsApp und versprechen Ihnen einen Covid-19-Zuschuss. / Screenshot Watchlist Internet

Was steht in der Nachricht?

Die Kriminellen kontaktieren wahllos WhatsApp-Nutzer:innen und geben sich als UNICEF aus. Angeblich erhalten Sie einen COVID-19-Zuschuss von 50.000 Euro. Sie werden aufgefordert zu antworten. Die Nachricht lautet folgendermaßen:

Guter Herr/Frau. Willkommen bei unserer BNP Paribas Bank in Partnerschaft mit UNICEF. Ich habe ein Schreiben des UNICEF-Sekretariats erhalten, Ihnen 50.000 Euro als Zuschuss für die durch COVID-19 verursachte Wirtschaftskrise zu überweisen. Sind Sie bereit, die restlichen Verfahren zu durchlaufen, um Ihre Spende zu erhalten?

Wenn Sie nicht antworten, schreiben die Kriminellen erneut:

Sie müssen antworten, um der Logik der Bank zu folgen, um Ihr Geld zu bekommen

Ok, ich glaube, du hattest Angst vor der UNICEF-Spende und traust ihr überhaupt nicht. Ich erkläre Ihnen nur, dass es sich um eine globale Organisation handelt, die niemals Menschen verraten kann. Die Arbeit, die wir in Partnerschaft mit UNICEF leisten, ist eine vom Ministerium für Wirtschaft und […].

Ignorieren Sie die Kriminellen weiter, kontaktieren sie Sie, falls vorhanden, auch auf Messenger wie Telegram oder Signal.

Was passiert, wenn ich antworte?

Wenn Sie antworten, werden Sie um eine Ausweiskopie und persönliche Daten gebeten (Name, Adresse, Telefonnummer, Unterschrift, Kontonummer etc.). Anschließend werden Sie aufgefordert, einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen – angeblich für Anwaltskosten, Vertragserrichtungsgebühren, Transaktionskosten oder Versicherungsgebühren. Ihnen wird versichert, dass Sie das Geld zurückbekommen. Wenn Sie überweisen, werden Sie immer weiter um Geld gebeten. Der vermeintliche Zuschuss wird aber nie ausbezahlt!

Warum bekomme ich betrügerische Nachrichten?

Ihre Telefonnummer ist wohl bei einem Datenleck veröffentlicht worden und so in den Händen von Kriminellen gelandet. Es ist wahrscheinlich, dass Sie auch in Zukunft betrügerische Nachrichten oder Anrufe erhalten.

Verhindern können Sie betrügerische Kontaktversuche leider nicht. Sie können aber den Nutzer blockieren und melden.

Ich habe überwiesen – Was kann ich tun?

  • Antworten Sie nicht mehr und überweisen Sie kein Geld mehr.
  • Lassen Sie sich von den Kriminellen nicht unter Druck setzen.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank und informieren Sie sich über eine Rückbuchung. Die Erfolgswahrscheinlichkeit dafür ist aber gering.
  • Wenn Sie mit Kreditkarte überwiesen haben, ist eine Sperre ratsam. Informieren Sie sich beim Kreditkarteninstitut.
  • Sichern Sie Beweise (Chats, Kontodaten, übermittelte Dokumente etc.) und erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

Beratung & Hilfe
Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die Watchlist Internet auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet hat.

Quelle: Watchlist Internet

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