Achtung vor Welpen-Vorschussbetrügern auf Facebook!

Ralf Nowotny, 15. Februar 2022

Süße Welpen auf Facebook zu verschenken? Finger weg, denn dabei handelt es sich sehr oft um Vorschussbetrug!

Insbesondere in Hundegruppen tauchen immer wieder gefälschte Facebook-Profile mit verlockenden Angeboten auf: Derzeit im Ausland lebende, kostbare Welpen werden zum Verschenken angeboten, einzig die Transportkosten von 150 bis 200 Euro müssten übernommen werden.
Doch hinter solchen Angeboten steckt Vorschussbetrug!

Fake-Profile auf Facebook

In einer Facebook-Gruppe für vermisste Hunde macht ein Nutzer auf diese Masche aktuell aufmerksam. Auffällig ist, dass sich die Geschichten der Fake-Profile sehr ähneln: Jemand ist gestorben, deswegen müssen die Welpen dringend abgegeben werden – ausnahmslos Welpen, die normalerweise recht teuer sind!

Rassehunde zu verschenken? Nein!
Rassehunde zu verschenken? Nein! Quelle: Facebook

Auffällig ist, dass es sich zumeist um recht neue Facebook-Profile mit nur sehr wenig Informationen handelt, die Personen haben ihren Wohnsitz selbst irgendwo im Ausland, die Profilnamen unterschieden sich auch manchmal von der URL.
Die URL beinhaltet einen gänzlich anderen Namen als das Profil
Die URL beinhaltet einen gänzlich anderen Namen als das Profil, Quelle: Facebook

Vorkasse wird verlangt!

Die angeblichen Welpen, deren Bilder oftmals von anderen Seiten stammen, befinden sich immer im Ausland, damit auch niemand auf die Idee kommt, ein Hündchen einfach selbst abzuholen. Kontakt bekommt man nur über den Messenger oder über WhatsApp. In den Nachrichten wird mitgeteilt, dass ein Vorschuss zu bezahlen ist.

Nur mit Vorschuss zu haben
Nur mit Vorschuss zu haben?

Gegen eine Zahlung der Transportkosten von 200 Euro werde der Welpe direkt nach Hause geliefert – so zumindest das Versprechen, die Realität hingegen sieht anders aus: Das Geld ist weg, einen Welpen bekommt man nie zu sehen.

Woran ein solcher Vorschussbetrug erkennbar ist

  • Recht neue Facebook-Profile mit wenig Informationen
  • Welpen werden sehr günstig oder kostenlos weit unter dem normalen Preis angeboten
  • Die Welpen befinden sich immer in Ausland, beispielsweise Korsika oder Montenegro
  • Die Vorkasse läuft zumeist über Konten bei Western Union, andere Zahlungsmöglichkeiten, beispielsweise über PayPal, sind nicht möglich
  • Videocalls, in denen einem der Welpe gezeigt wird, sind nie möglich

Fazit

Faustregel für das Internet, welche auch beim Handel mit Welpen gilt: Wenn etwas umsonst oder sehr viel günstiger als üblich ist, dann Finger davon lassen! Solche Profile am besten sowohl Facebook, als auch den Gruppen-Admins melden.


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