Weihnachtszeit ist Paketezeit und dies nützen Betrüger aus.

Tom Wannenmacher, 22. November 2017

Viele Leute bestellen Ihre Weihnachtsgeschenke online, denn dies ist einfach und vor allem bequem.

Viele dieser Bestellungen werden via “DHL” geliefert und genau dies nutzen Cyberkriminelle schamlos aus, indem man breit gestreut potentiellen Kunden von (Online-)Versandhäusern eine gefälschte “DHL”-E-Mail sendet. Doch bei der E-Mail geht es nicht um einen Zustelltermin, welcher sich geändert hat, sondern den Cyberkriminellen geht es in erster Linie darum, dass sich der E-Mail-Empfänger einen TROJANER einfängt!

Im Detail:

Diese Benachrichtigungen informieren über ein Paket, welches man in Empfang nehmen und per Nachnahme bezahlen soll. Da die Empfänger dieser E-Mail natürlich kein Paket erwarten, wird hier die Neugier erweckt, mehr Informationen zu dieser unerwarteten Sendung zu bekommen. Und genau da lauert die Falle: Diese E-Mail bietet natürlich ganz bequem einen nicht näher beschriebenen Link an, welcher dazu verleitet, dass man ihn anklickt. Ferner erkennt man in diesem Link auch die eigene E-Mail Adresse wieder.
Es handelt sich bei dieser E-Mail natürlich um einen Betrugsversuch, diese E-Mail stammt nicht von DHL, die jeweiligen Empfänger werden auch kein unerwartetes Paket bekommen. Diese Art der E-Mails gibt es schon länger und sie tauchen immer wieder mal auf.
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Der Link, welcher in diesen Mails immer eingebaut ist, löst einen Download aus. Bei all den Versionen dieser gefälschten E-Mail hat sich immer gezeigt, dass es sich bei dieser heruntergeladenen Datei nicht um eine Paketinformation handelt, sondern um einen Trojaner.

Was ist ein TROJANER?

Trojaner sind eigenständige Programme, die vorgeben etwas anderes zu sein, als sie in Wahrheit sind. In Wirklichkeit sind sie nicht nützlich, sondern beim Anklicken schädlich, denn: Im Hintergrund wird ein Programm installiert.
Beim Entpacken von Dateien mit unbekannter Quelle können Anti-Virenprogramme, sofern die Berechtigungseinstellungen für diese korrekt vorgenommen wurden und sie idealerweise vor dem Entpacken die Datei prüfen, helfen. Insgesamt ist eine Nutzung von Dateien aus bekannter Herkunft sehr anzuraten, um sich vor Trojanern zu schützen.

Was mache ich, wenn mein Computer bereits einen Trojaner hat?

Die reine Deinstallation des Trojaners oder das Löschen der Datei, die ihn installiert hat, reicht nicht.
Trojaner installieren im Hintergrund Keylogger, Backdoorprogramme und Sniffer, die nur durch eine Anti-Virensoftware identifiziert und unschädlich gemacht werden können. Die manuelle Suche nach diesen gestaltet sich als beinahe unmöglich und das Verbleiben der Software auf dem Gerät ist mehr als bedenklich, da sensible Daten und Passwörter gestohlen werden können.


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