Fakeshop-Warnung „Wanabone“

Andre Wolf, 2. Oktober 2019
Vorsicht Fakeshop!
Vorsicht Fakeshop!

Hohe Rabatte auf Markenwaren: Wer würde nicht gerne gute Produkte zu niedrigen Preisen kaufen. Doch leider lauern im Internet immer mehr Fakeshops!

Und nicht jeder Fakeshop ist direkt als ein solcher zu enttarnen, man muss da schon ein wenig genauer hinschauen! So wie beim „Wanabone“, einer Webseite, die Kleidung anbietet. Watchlist-Internet schreibt über die Seite:

Leider werden immer mehr KonsumentInnen Opfer von betrügerischen Angeboten im Internet. Um vor diesen zu warnen, stellt die Watchlist Internet eine Liste mit Online-Shops zur Verfügung, die trotz Zahlung keine Ware liefern (Fake-Shops), Markenfälschungen verkaufen oder nur auf Daten aus sind.

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Sowohl die Webseite, als auch die gleichlautende Facebookseite tragen kein Impressum und nennen keine Inhaberdaten. Hier sollten direkt die Alarmglocken klingeln, denn seriöse Webshops haben immer ein transparentes Impressum.

Screenshot Mimikama
Screenshot Mimikama

Weitere Probleme

Spannend wird es, wenn man auf der Webseite die Geschäftsbedingungen durchliest und dort ein völlig anderer Firmenname zu finden ist (vergleiche):

1. Über uns

looktia bietet schnelle Mode in Designer-Boutique-Qualität. Unser professionelles Käuferteam ermittelt die neuesten Modetrends und prüft gleichzeitig jedes Detail der Produktqualität.

Wir raten daher anhand der vorliegenden Angaben von einem Kauf auf dieser Webseite ab!

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Fakeshop – allgemeine Tipps:

Ob es mit rechten Dingen zugeht, ist selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen bei ihren Fakes immer perfekter und perfider ans Werk:

Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität vorzugaukeln, sind das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert beziehungsweise frei erfunden.

Alle Angaben prüfen.

Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und –kosten ausreichend dargestellt? Sind allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie „Trusted Shop Guarantee“ (Trusted Shops), „s@fer-shopping“ (TÜV Süd) und „Geprüfter Onlineshop EHI“ (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüfunternehmens weitergeleitet wird.
Vorsicht bei Vorkasse

Kunden werden bis zum Drücken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn sie Artikel nur bei Online-Händlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.

Fälscher zocken unerkannt ab.

Wenden sich Reingefallene über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurückzuerhalten, werden sie immer wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das Nachsehen. Fake- Shop- Opfer sind nicht wehrlos.

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt, weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Online-Bestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots.

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