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Warnung vor manipulierte Geldautomaten

Sensibilisierung bei der Benutzung von Geldautomaten durch ein sogenanntes „Skimming“-Phänomen.

Tom Wannenmacher, 28. Mai 2022

In der letzten Zeit sind mehrere Fälle von „Skimming“ bekanntgeworden. Die Polizei möchte anhand der folgenden Sachverhalte die Benutzer von Geldautomaten sensibilisieren.

1. Fall: Bei einem in Wolfenbüttel im Harztorwall befindlichen Geldautomaten hatten die Täter am 12.05.2022 in der Zeit zwischen 08:00-14:30 Uhr eine Kamera am Geldautomaten montiert. Hiermit wäre es möglich, die Eingabe der PIN aufzunehmen.

Bild: Kamera am Geldautomaten
Bild: Kamera am Geldautomaten

2. Fall: Bei einem weiteren Geldautomaten, der sich ebenfalls in Wolfenbüttel im Harztorwall befindet, hatten die Täter am 23.04.2022, 11:00 Uhr-25.04.2022, 07:50 Uhr, eine unbekannte Vorrichtung im Bereich des Kartenschlitzes montiert. Dieser wurde offensichtlich in der Absicht installiert, die Daten der benutzten Geldkarte auszulesen.

Bild: Vorrichtung im Bereich des Kartenschlitzes
Bild: Vorrichtung im Bereich des Kartenschlitzes

3. Fall: Ein weiterer Tatort befindet sich in Salzgitter in der Straße Fischzug. An einem Geldautomaten hatten die Täter in der Zeit vom 05.05.2022, 18:50 Uhr-06.05.2022, 12:15 Uhr, eine Kamera installiert, um auch hier offensichtlich die vom Benutzer eingegebene PIN auslesen zu können. Weiterhin wurde in das Kartenlesegerät eine Platine eingesetzt, die es offensichtlich ermöglichte, die Kartendaten auszulesen.

Wir sensibilisieren und möchten ihnen wertvolle Tipps geben, nicht Opfer eines Betruges zu werden.

  • Der Begriff des Skimming kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Abschöpfen“ oder „Absahnen“. Bei dieser Masche sollen die elektronischen Kartendaten ausgelesen bzw. ausgespäht werden, um später an das Geld der Kontoinhaber zu gelangen.
  • Manipulierte Kartenlesegeräte werden von den Tätern am Geldautomaten installiert. Wenn der Kontoinhaber seine Bankkarte in das Lesegerät einschiebt, wird der Magnetstreifen durch das fremde Lesegerät ausgelesen.
  • Mittels einer Kamera wird oft die eingegebene PIN abgegriffen. Mit den nunmehr erlangten Daten können die Täter Kartendubletten erstellen, mit denen ein Abheben von Bargeld möglich ist. Der Kontoinhaber merkt dann erst Tage später, dass von seinem Konto Bargeld abgehoben wurde.
  • Zunehmend werden auch Kontoauszugsdrucker oder andere Terminals manipuliert.

Wie können sie sich schützen:

  • Bewahren Sie ihre Zugangsdaten sicher auf und trennen sie immer die Bankkarte von der PIN.
  • Sollte ihnen etwas komisch an dem Automaten vorkommen, nutzen sie diesen nicht.
  • Decken Sie immer eine Hand über das Eingabefeld, wenn sie mit der anderen Hand ihre PIN eingeben.
  • Überprüfen Sie den Automaten. Wenn sie feststellen, dass Veränderungen vorgenommen wurden oder andere unbekannte Gegenstände installiert wurden, informieren sie die Bank oder die Polizei.
  • Meiden Sie nach Möglichkeit außen befindliche Geldautomaten, denn diese können häufiger manipuliert sein.
  • Beim Betreten der Bank wird niemals eine PIN verlangt, seien sie hier vorsichtig.
  • Sollten sie den Verdacht haben, dass ihre Karte ausgelesen wurde, werden sie dringend gebeten, die Karte über den bundesweiten Sperrnotruf 116116 sperren zu lassen. Informieren Sie in jedem Fall die Polizei und erstatten eine Anzeige.

Quelle: Polizei Salzgitter

Lesen Sie auch: Skimming – Betrug an Geldautomaten / Als „Skimming“ wird das Manipulieren von Geldautomaten durch gefälschte Kartenlesegeräte oder vollständiger Frontplatten bezeichnet.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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