Wahlbetrug: „Keine vernünftige Person“ glaubt dieser Verschwörungserzählung

Andre Wolf, 29. März 2021
Symbolbild Wahlbetrug, Artikelbild von Johnny Silvercloud / Shutterstock.com
Symbolbild Wahlbetrug, Artikelbild von Johnny Silvercloud / Shutterstock.com

Wahlbetrug. Das war ein großes Thema in den USA, ist aber auch regelmäßig ein Thema in Deutschland oder Österreich, wenn gewählt wird.

In den USA gab es nun eine Art Offenbarung, das die Lüge des Wahlbetrugs angeht. Bereits Anfang des Jahres hat die Wahlmaschinenfirma Dominion die ehemalige Trump-Anwältin Sidney Powell wegen Verleumdung verklagt. Die Firma sieht sich in ihrer Reputation geschädigt.

Powell hat behauptet, die Wahlmaschinen hätten Trump-Stimmen zugunsten von Biden gezählt und so Wahlbetrug begangen. Doch nicht nur gegen Powell. Das Unternehmen bestätigte, sie sei die erste in einer „Serie“ von Klagen gegen Trump Verbündete, die diese Behauptungen und Mythen über die Wahlauszählung verbreitet haben.

Der Hersteller der Wahlmaschinen in den USA hat einige führenden Köpfe der Republikaner auf Milliarden-Entschädigungen verklagt für die Behauptungen des Wahlbetrugs.
Und diese führenden Köpfe argumentieren jetzt vor Gericht, dass ihre Behauptungen offensichtlich nur PR-Gags waren und so absurd, dass sie von niemandem, der bei klarem Verstand ist, ernst genommen worden wären… – Felix Beilharz; Dozent & Autor

Geklagte gab an: Keine vernünftige Person“ glaubt dieser „Wahlbetrug“ Verschwörungserzählung

Doch nun wird es spannend. Aus einer aktuellen Berichterstattung des Guardian geht hervor, dass die Geklagten davon ausginge, dass niemand diese Lügengeschichten glauben würde:

“No reasonable person would conclude that the statements were truly statements of fact,”

„Keine vernünftige Person würde zu dem Schluss kommen, dass die Aussagen wirklich Tatsachenbehauptungen waren“, lautet die Aussage ihrer Anwälte. Also sehr spannend, denn als die große Geschichte um den Wahlbetrug unter anderem auch dafür gesorgt hat, dass das Kapitol gestürmt wurde, werden die Multiplikatoren der Geschichte jetzt auf einmal ganz kleinlaut.

Jetzt, wo es um eine Schadensersatzsumme von 1,3 Milliarden US-Dollar geht, werden augenscheinlich die Füße kalt. Es ist gleichzeitig auch ein trauriges Resultat: Augenscheinlich müssen Menschen, die Lügen streuen und damit der Reputation anderer Schaden zufügen, erst verklagt werden, damit sie damit aufhören.

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Quellen:

Symbolbild Wahlbetrug, Artikelbild von Johnny Silvercloud / Shutterstock.com

 


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