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Alle Bemühungen, endlich die „Ehe für alle“ durchzusetzen, scheitern immer an der CDU. Warum die SPD dafür so stark kritisiert wird, nicht aber die Union, bleibt für Jens Grote unverständlich.

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Man kann mir wohl nicht vorwerfen, dass ich dafür bekannt bin, Wahlwerbung für die SPD zu machen. Ganz im Gegenteil weise ich ständig darauf hin, dass das schlimmste Szenario bei der nächsten Bundestagswahl für mich die Fortsetzung der GroKo wäre, auf das unglücklicherweise momentan auch alles hindeutet.




Trotz dieser Abneigung verstehe ich nicht mal ansatzweise, warum die SPD gerade dafür fertig gemacht wird, dass sie einen Gesetzesentwurf zur Gleichstellung der homosexuellen Ehe eingebracht hat. Wieso reagiert man auf so einen Entwurf in weiten Gesellschaftsteilen mit „Uuuuuuh, billige Wahlpropaganda“? Warum konzentriert sich niemand darauf, dass dieser absolut vernünftige und überfällige Vorstoß aktuell mal wieder nur an der CDU scheitert?

Das ist wirklich unbegreiflich. Mittlerweile wimmelt es in diesem Land von Menschen, die sich im absoluten Stillstand befinden, weil sie nur noch alles und jeden kritisieren, ohne selbst auch nur ihre Zahnpastamarke zu ändern. Mir persönlich ist es so egal, zu welchem Zeitpunkt ein Gesetz auf den Weg gebracht wird. Mich interessiert nur, ob es Sinn macht. Tut es das, dann möchte ich nicht wissen, mit welchen Absichten es angestoßen wurde, sondern nur noch, von wem die dringend benötigte Umsetzung blockiert wird.

Greift endlich im aktuellen Fall die CDU an, macht dieser Partei klar, dass ihre Blockade massiv Wählerstimmen kostet und hört auf, die SPD für eine richtige Umsetzung zu einem günstigen Zeitpunkt zu zerreißen. Es sei denn, es geht euch gar nicht um die Gleichstellung der homosexuellen Liebe und es kommt euch persönlich sogar ganz recht, die SPD für so eine klare Kante zu kritisieren. In dem Fall verhaltet ihr euch gerade genau richtig, aber dann bekennt euch auch öffentlich dazu und versucht eure Homophobie nicht hinter bemühten Kritikreflexen zu verstecken.

Jens Grote, Volksverpetzer-Kolumne „Die groteske Weltanschauung“ Jens Grote Texte gibt es jetzt auch als Buch. Wer also das eine oder andere Mal schmunzeln konnte oder sich einfach nur mehr oder weniger gut unterhalten gefühlt hat, kann sich unter diesem Link hier sehr gerne einen 470-Seiten Nachschlag abholen: http://www.book-and-art-affairs.de/
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