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Der Künstler und Satiriker Shahak Shapira hat auf Facebook „Bernd“ Höcke scharf angegriffen und ihn „definitiv“ als Neonazi bezeichnet. Er zählt 8 Gründe dafür auf.

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Nach AfD-Chef Gaulands Aussage „Höcke gehört zur Seele der AfD“ sah sich der Künstler und Satiriker Shahak Shapira, der seit kurzem Medienbeauftragter der Partei DIE PARTEI ist, veranlasst auf Facebook zu erklären, warum er „Bernd“ Höcke definitiv für einen Neonazi halte: „Nicht, dass es nachher wieder heißt, wir wussten von nichts.“ (Link)

1. 2012 soll Höcke als „Landolf Ladig“ mehrere Texte in Neonazi-Zeitschriften publiziert haben

„Herausgeber war ein Neonazi und NPD-Funktionär namens Thorsten Heise, den Höcke auch persönlich zu kennen bestätigte. 2015 verlangte der damalige AfD-Bundesvorstand, er solle eidesstaatlich versichern, nicht „Ladig“ zu sein. Höcke kam dem nicht nach.“

2. Forderung nach Abschaffung des Verbots der Leugnung des Holocausts

„2014 forderte Höcke in einer parteiinternen E-Mail die Abschaffung von § 86 (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen) und § 130 StGB (Volksverhetzung und die Leugnung des Holocausts).“ – Etwas, das die NPD auch fordert.

3. Verteidigung von NPD Mitgliedern

„A propos NPD: Mai 2015 sagte Höcke der Thüringer Allgemeinen, er gehe nicht davon aus, dass man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen könne. Ein Parteiausschlussverfahren aufgrund seiner Äußerungen wurde 2015 eingestellt.“

4. Er behauptete, es gebe genetische Unterschiede zwischen Afrikanern und Europäern

„November 2015 behauptete Höcke in einer Rede, es gebe genetische Unterschiede im Sexualverhalten von Afrikanern und Europäern. Der „lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp“ treffe auf den „europäischen Platzhaltertyp“, weswegen man dringend die Grenzen dicht machen müsse. Nach Rassismusvorwürfen behauptete er, missverstanden worden zu sein.“

5. Er verteidigte Hitler

„Anfang 2017 sagte Höcke zum Wall Street Journal: „Wissen Sie, das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt. Und dass es viele Grautöne gibt“. Nach der Kritik stritt er die Aussage ab: „Das habe ich so nicht gesagt. Das ist nicht meine Meinung“. Dann veröffentlicht der WSJ einen Audio-Mitschnitt des Interviews. Höcke: „Meine Zitate wurden aus einer komplexen Antwort herausgerissen und in einer entstellten Art und Weise wiedergegeben.““

6. Teilnahme an einem Neonazi-Aufmarsch 2010

7. Seine Stellvertreterin warf ihm rechtsextreme Tendenzen vor

„Höckes Stellvertretende Chefin der Thüringer AfD, Steffi Brönner, begründete ihren Rückzug mit rechtsextremen Tendenzen innerhalb seines Landesverbands.“

8. Vorwürfe der Nähe zum Nationalsozialismus vom Bundesvorstand der AfD

„Selbst der Bundesvorstand der AfD wirft Höcke „Wesensverwandschaft mit dem Nationalsozialismus“, Verfassungsfeindlichkeit und Kontakte zur NPD Spitze im bisher erfolglosen Antrag zu seinem Ausschluss vor. Wer sich seine Rede in Dresden anhöre, „fühle sich in die Zeit des Dritten Reichs versetzt“. Die haben ihn sogar mit Hitler verglichen (Quelle 8).“

Die Erklärungen zu den Punkten sind Zitate Shapiras.

Shapira listet noch mehr auf, wie seine Aussagen zum Holocaust-Denkmal und dass Höcke sich stets damit entschuldigt, „missverstanden“ worden zu sein, was Shapira für eine gezielte Provokation hält.

„Bernd Höcke wird seit Jahren einfach immer wieder missverstanden. Passiert ja vielen AfD’lern. Oder er ist ein fucking Neonazi.“ – Shapira

Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3 (dpa), Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7, Quelle 8, Quelle 9

Hier Shapiras Originalbeitrag auf Facebook

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Artikelbilder: © CC BY-SA 4.0 Shahak Shapira, © CC BY-SA 3.0 Alexander Dalbert (Höcke)

Thomas_LThomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Onlineaktivist aus Augsburg. Auf dem Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.