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Du möchtest wissen, welche Partei wofür genau in den Wahlkampf geht, möchtest aber nicht hunderte Seiten Wahlprogramme lesen? Keine Sorge, wir haben das für dich gemacht. Das hier sind die wichtigsten Punkte der Grünen aus 238 Seiten Wahlprogramm.

Talkrunden, Wahlplakate und Hörensagen: Schön und gut, aber womit treten die Grünen genau an? Wir haben die wichtigsten Forderungen der Grünen in Sachen Außenpolitik, Innere Sicherheit/Asyl, Wirtschaft/Finanzen, Arbeit/Rente, Umwelt/Landwirtschaft, Familienpolitik und Bildung zusammengefasst. Hier das gesamte Wahlprogramm.

Hinweis: Dies sind lediglich die Ansichten der Parteien und spiegeln weder die Ansichten von Mimikama, Volksverpetzer oder des Autors wider.

Europa:„Mehr Europa“: Engerer Zusammenhalt und Solidarität. Reform und Investition in Europäische Fonds für strategische Investitionen. Green New Deal: Investitionen sollen grundsätzlich nachhaltig sein, Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen

USA: Neue Handeslabkommen nur nach Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommen. Überflugsrechte nur im Sinne des Völkerrechts. Austausch mit der amerikanischen Zivilgesellschaft und Bundesstaaten stärken, um trotz Trump-Politik transatlantische Wertegemeinschaft zu erhalten.

Russland: Keine Zustimmung zu Erhöhung des Rüstungshaushaltes, mehr Mittel zur Krisenprävention. Dialog im NATO-Russland-Rat.

Türkei: Unterstützung derjenigen der Türkei, die für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Weltoffenheit eintreten. Deutsche Rüstungsexporte in die Türkei sollen gestoppt werden. Politisch Verfolgte sollen in der EU Zuflucht finden und der Visumszwang abgeschafft werden.

Brexit: Der Zusammenhalt der EU 27 und die Interessen ihrer Mitgliedstaaten haben Priorität, deswegen darf es keinen „Austritt à la carte“ geben. Ein freier Zugang zum EU-Binnenmarkt darf wie bisher nur möglich sein, wenn die Einheitlichkeit des Europarechts, die Rechtssetzung und Jurisdiktion der Gemeinschaftsorgane und die Geltung aller vier Grundfreiheiten, insbesondere der Personenfreizügigkeit, gewahrt bleiben.

Bundeswehr: Einsatz für eine internationale Konvention für das Verbot autonomer Waffen und Kampfroboter und gegen die Beschaffung oder Entwicklung bewaffnungsfähiger Drohnen für die Bundeswehr: Einsätze der Bundeswehr nur mit einem Mandat der UN. Einsätze müssen grundgesetzkonform sein, das heißt nicht in verfassungswidrigen Koalitionen der Willigen, sondern im Rahmen eines Systems kollektiver Sicherheit wie den Vereinten Nationen, der Europäischen Union oder der NATO stattfinden.

Keine Erhöhung des Verteidigungsetats, sondern klare sicherheitspolitische Prioritäten, mehr europäische Zusammenarbeit und ein Ende der ineffizienten Beschaffungspolitik der letzten Jahre.



Asyl: Individuelles Grundrecht auf Asyl, faire Verfahren, Ablehnung inhumaner Asylrechtsverschärfungen. Bekämpfung von Fluchtursachen, legale Fluchtwege. Einwanderungsrecht liberalisieren und entbürokratisieren.

Polizei: Bessere Ausstatttung durch mehr Personal, eine gute Aus- und Weiterbildung und zeitgemäße Technik. Aber auch Fehlerquellen und unverhältnismäßige Einschränkungen von Bürger*innenrechten identifizieren und abstellen.

Terror: Bürgernahe Polizei, die wie auch die Justizbehörden über genug und gut ausgebildetes Personal mit moderner Technik verfügen muss, sowie auf eine Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden, die auf klaren rechtsstaatlichen Regelungen basiert.

Sonstiges: Beenden von Diskriminierungen, z.B. LSBTIQ*. Einsatz gegen Hass im Netz.

Haushalt: Konsequenter Abbau umweltschädlicher Subventionen schafft Haushaltsspielräume für Investitionen, z. B. moderne Mobilität, bezahlbare und energieeffiziente Wohnungen, Bildungsaufbruch, um Digitalisierung sicherzustellen (durch schnelles und flächendeckendes Internet. Grundvoraussetzung dafür ist ein zukunftsfähiger Breitbandausbau auf Basis von Glasfaser.)

Steuern: Erwerbsarbeit muss sich immer rechnen. Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umwandeln. Berufe, die oft von Frauen ergriffen werden, aufwerten und besser bezahlen. Individuelle Besteuerung statt Ehegattensplitting und Armutsrisiko. Ungleiche Besteuerung von Kapitalerträgen zu allen übrigen Einkünften beseitigen.

Arbeit: Bürger*innenversicherung, hierfür auch nicht anderweitig abgesicherten Selbständige, Minijobber*innen, Langzeitarbeitslose und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Für die Selbstständigen und Existenzgründer*innen Übergangsregelungen. Zudem Selbstständige mit Beitragsrückständen bei Krankenversicherung helfen und Schulden erlassen. Nachhaltige, lohnende Arbeitsplätze, besonders für junge Menschen.

Rente: Weiterhin Rente mit 67. Förderung Altersteilzeit, besonders bei belastenden Berufen. Private und betriebliche Vorsorge stärken. Rentenlücken schließen, mehr Auszahlung durch vereinfachtes System.

Klima: Klimaschutz umsetzen. Bis zum Jahr 2050 wird die Energieversorgung auch für Gebäude, Mobilität und Industrie ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Stromsteuer abschaffen und Einführung einer aufkommensneutralen CO 2-Bepreisung. Durchbruch der E-Mobilität.

Landwirtschaft: Nachhaltige Landwirtschaft und Abschaffung der Massentierhaltung binnen 20 Jahren. Pestizidfreie Landwirtschaft: Verbot von Stoffen wie Glyphosat und Neonicotinoiden. Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft. Förderung der Landwirte nach Qualität, nicht nach Fläche.

Tierschutz: Tierversuche konsequent reduzieren und schnellstmöglich überflüssig machen. Bundesweites Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen. Wildtiere im Zirkus und Gefangenschaft von Delfinen beenden.

Verbraucherschutz: Kennzeichnungspflicht für Fleisch wie bei Eiern, Ende der Lebensmittelverschwendung. Abschaffung der Zwei-Klassen-Gesundheitsversicherung.

Bildung: Universalrecht auf Ganztags-Kita-Platz. Ausbau von Schulen und Kitas, mehr Aufstiegsmöglichkeiten und Inklusion. Zusammenarbeit von Bund, Länder und Kommunen für Schaffung von Chancengleichheit. Ziel 7% des BIP in Bildung stecken (statt derzeit 4,2%). Mehr und besser qualifizierte LehrerInnen und ErzieherInnen.

Familie: Abschaffung Kinderarmut ,Familienförderung mit 12 Mrd. Budget. KinderZeit Plus: Ablösung des Kindergeldes, Flexible Vollzeit, um Zeit für Kinder zu haben. Mehr Präventionsangebote, sowie ausreichen d Hilfs-, Beratungs- und Therapieangebote für Kinder.

Disclaimer:

Dies ist lediglich eine Zusammenfassung und grobe Übersicht der Forderungen aus dem Parteiprogramm. Selbstverständlich fehlen viele Punkte, die hier nicht aufgeführt sind. Unter Umständen können diese aber für den Wählenden wichtig sein, deswegen hat diese Auflistung keinen Anspruch, vollständig zu sein. Wir empfehlen, für genauere Erklärungen das Wahlprogramm zu lesen.

Es soll beachtet werden, dass das Wahlprogramm nicht für sich alleine steht. Aussagen und Positionen einzelner PolitikerInnen und Kandidaten können abweichen. Für eine Einordnung der Direktkandidaten empfehlen wir den Kandidatencheck.

Auch bedeutet das Wahlprogramm nicht, dass die Partei dieses 1:1 umsetzen wird. Die nächste Bundesregierung wird wieder eine Koalition aus zwei oder vielleicht sogar drei Parteien sein und dort werden in Koalitionsverhandlungen Kompromisse ausgehandelt. Und selbst diese Kompromisse werden auch nicht zwingend umgesetzt werden.

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Hier geht es zu den anderen Wahlprogrammen:

Die 8 wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm der AfD

Die 7 wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm der SPD

Die wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm der Union

Die wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm der FDP

Die wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm der Linken

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Artikelbild: Shutterstock

Thomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Onlineaktivist aus Augsburg. Auf dem Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.