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Die PARTEI veröffentlicht dieses Wahlplakat als eine sehr zynische Parodie auf die CDU-Kampagne. Die Reaktionen sind sehr gespalten. Das ist ihre Begründung.

Der Text „An einem Strand, an dem wir gut und gerne liegen“ parodiert die CDU-Wahlkampagne, doch das dazugehörige Foto ist das von Aylan Kurdi, der 2015 im Alter von drei Jahren auf der Flucht nach Europa ertrunken ist und an der türkischen Mittelmeerküste angeschwemmt wurde. Das Foto ging um die Welt.

Die PARTEI Kreisverband Dresden veröffentlichte nun dieses höchst kontroverse Wahlplakat:


Quelle: Die PARTEI (bearbeitet)

In einer inzwischen gelöschten Pressemitteilung schrieb die PARTEI:

„“Geschmacklos“ – „Widerwärtig“ – „lol“
Da viele Bürgerinnen, Bürger und irritierte CDU-Wähler verstört durch das Internet kommentieren, haben wir uns entschieden eine Presseerklärung zu veröffentlichen.

PRESSEERKLÄRUNG

Beim Erstellen des Plakats haben wir uns an der Feelgood-Kampagne der CDU orientiert und das Strandbild mit den meisten Klicks gesucht. Das Ergebnis hat uns auch überrascht, aber wie Grüne, AfD und Co. zeigen: Kinder machen sich immer gut.
Das Konzept der Bundesregierung, eine Mauer durch die Sahara zu bauen, um die unansehnlichen Leichen am Urlausbsstrand zu vermeiden, müssen wir ja begrüßen, da Mauerbau schon lange eines unserer wichtigsten Wahlversprechen ist. Wir hätten zwar eine weniger menschenverachtende Variante gewählt, aber es sind ja nur N***r. [Zensur von der Redaktion]

Einige beklagen die Auswahl dieses Bildes:
Stimmt, wir wollten irgend eine andere der tausenden Kinderleichen nehmen, denn der Junge hat wirklich genug gelitten, aber die anderen wurden einfach nicht so hübsch fotografiert.

Anwendungshinweis für Eltern:
Sollte Ihr Kind Sie fragen, so können Sie es wie die meisten Eltern machen, Ihr Kind belügen und sagen, dass der Junge schläft oder sie konfrontieren es mit der Realität, dass es in einer Welt aufwächst, in der soetwas normal ist.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Socialmedia-Team auch weiterhin zur Verfügung.“

Quelle: die PARTEI Kreisverband Dresden.

Im ersten Halbjahr 2017 sind bereits über 2000 Menschen auf der Flucht ertrunken.


Für einige KommentatorInnen geht dieses Wahlplakat zu weit und sie empfinden es geschmacklos, vermutlich der Grund weshalb die Pressemitteilung zwischenzeitlich gelöscht wurde. Die meistgelikten Kommentare unter dem Post finden jedoch, dass es die richtige Nachricht verbreitet:

Der Vater Aylans sagte 2015, dass es gut gewesen sei, dass das Bild um die Welt ging: „Die Menschen dürfen nicht wegsehen.“
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Thomas_LThomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Onlineaktivist aus Augsburg. Auf dem Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.
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