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Die WELT postet einen durchaus differenzierten Artikel auf Facebook – jedoch mit einem krassen Clickbait-Teaser. Die Folgen? In den Kommentarspalten wird wie zu erwarten reihenweise Hass gepostet. Und offensichtlich hat keiner davon den Artikel gelesen. Friedemann Kipp rechnet mit ihnen ab.

Hallo zusammen und willkommen zum neuen Eintrag. Die Wahlen sind vorbei, die Sondierungsgespräche für die „Jamaika“-Koalition sind angelaufen und je nachdem, welche Nachrichtenquelle man fragt, laufen sie entweder vielversprechend oder schleppend, bietet die Parteienkonstellation eine frische Perspektive oder verspricht, nach langen und zähen Verhandlungen zu scheitern. Unterm Strich lässt sich sagen, dass schlicht und einfach noch nicht klar ist, ob und unter welchen genauen Konditionen Jamaika zustande kommen wird.

Wirklich einig war man sich bisher nur im Hinblick darauf, Wolfgang Schäubles weißen Wal, die berüchtigte „schwarze Null“, erhalten zu wollen.



Und so flimmert nun eine Polit-Talkshow nach der anderen über die Bildschirme, die Begriffe „Chancen“, „Perspektiven“ und dergleichen haben bereits Lieferrückstand, so hochfrequent werden sie derzeit von Politikern jeder Couleur wieder und wieder verwendet. Jeder hat eine Meinung dazu, ob und wie Jamaika funktionieren soll.

Eine dieser Stimmen will ich heute mal aufgreifen. Sie gehört zu Kristina Schröder, die von 2009 bis 2013 den Posten der Familienministerin innehatte und die nun als Kolumnistin für die WELT schreibt. Im Rahmen dieser Tätigkeit entstand dieser Artikel zu den Chancen, die Jamaika laut Schröder mit sich bringt. Auch diesmal möchte ich euch nicht vorenthalten, WIE der Artikel auf Facebook präsentiert wurde:

Die Deutschen müssen in fünf Punkten umdenken, meint die frühere Ministerin.

Posted by N24 on Mittwoch, 1. November 2017

Der Artikel ist vergleichsweise neutral gehalten. Es geht weniger darum, welche Partei in der Vergangenheit was genau richtig und was genau falsch gemacht hat, sondern vielmehr darum, ob und wie das Zusammenspiel der Parteien tatsächlich dazu führte bzw. führt, dass die Wünsche der Bürger wahrgenommen und – soweit möglich – berücksichtigt werden.

Hier vertritt die Autorin die Ansicht, dass eine Regierung zielführender arbeiten könnte, wenn nicht in jedem Punkt ein Kompromiss umgesetzt würde, der alle Beteiligten nur in Teilen zufriedenstellt, sondern stattdessen jeder Koalitionspartei in ihren Schwerpunktthemen mehr Freiraum gegeben würde. Der folgende Textausschnitt fasst den Kern ganz gut zusammen.

„Warum es nicht diesmal anders machen und den Koalitionspartnern ganze Politikfelder überlassen, für die sie brennen? Wirtschaft, Digitales, Bildung und Forschung für die FDP. Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr für die Grünen. Inneres, Integration und Justiz für die Union? Mir persönlich graut es bei manchem, was die Grünen in ihrem Bereich dann anstellen würden. Und mir ist klar, dass Inneres und Justiz in Unionshand Stoff für gelb-grüne Albträume ist.

Aber es würde etwas passieren in Deutschland, politische Ideen, über die wir teilweise seit 20 Jahren diskutieren, würden einfach mal umgesetzt. Und in vier Jahren läge es dann am Wähler, darüber zu entscheiden, mit welchen Ergebnissen er zufrieden ist und mit welchen nicht. Und er könnte diese Zufriedenheit oder Unzufriedenheit auch eindeutig an die Parteien adressieren.“

Clickbait-Superlativ

So differenziert der Artikel ist, so unangemessen ist die Präsentation desselben.

Der Begleittext spricht davon, dass „die Deutschen“ umdenken müssen, während es im Artikel viel mehr darum geht, dass auf politischer Ebene anders agiert und demnach umgedacht werden müsse.

Noch viel schlimmer ist allerdings die Überschrift. „Wenn nicht XY passiert, dann wird YZ!“ ist schon grundsätzlich ein sehr provokanter Aufbau für eine Überschrift. Nun noch ein Triggerwort wie „Integration“ und dazu eine agitative Konsequenz wie „dann knallt’s“ und fertig ist der Hattrick journalistischer Prinzipienlosigkeit. Hauptsache, die Leute klicken den Artikel an. Scheiß doch drauf, ob sie sich mit dem Inhalt auseinandersetzen, nicht wahr?

Zugegeben, die Überschrift ist ein Zitat, das im Artikel auch wirklich vorkommt. Allerdings wurde es hier aus dem Zusammenhang gerissen und ziemlich aufgebauscht. Schröder geht in ihrem Text auf fünf zentrale Punkte der Politik ein und nur einer davon befasst sich mit Integration und Migrationspolitik. Aber das ist es eben, was die Leute lesen wollen, nicht wahr, liebe WELT?

Tja, ich fürchte, ihr habt die Rechnung ohne einige Kommentatoren gemacht. Denn der Wutbürger von heute braucht gar nicht den ganzen Artikel lesen, um dazu eine Meinung zu haben. Die Überschrift reicht ihm hier völlig. Und so verwehrt er euch seinen wertvollen Klick, nach dem ihr so verzweifelt lechzt, aber kommentiert trotzdem.

Umdenken? Ich? Sollen die doch umdenken!

Ein großer Teil der Kommentare sah ungefähr folgendermaßen aus:

Jaja, ist ja gut, Petra. Die Leier kennen wir schon auswendig. Die fiesen Ausländer kommen hierher, nehmen uns die Arbeitsplätze weg und weigern sich, zu arbeiten (was es durchaus beeindruckend macht, dass sie uns trotzdem die Arbeitsplätze klauen), spucken auf unsere Werte, beziehen Sozialleistungen und was nicht alles.

Nun will Petra aber nicht umdenken! Sollen die doch umdenken!

Weißt du, Petra, dieses Umdenken ist gar nicht so schlimm. Im Grunde heißt es ja nur, dass man seine bisherigen Gedanken zu etwas reflektiert und gegebenenfalls anpasst. Das haben die Flüchtlinge bereits in dem Moment getan, als sie sich entschieden haben, ihre Heimat zurückzulassen und in einem fremden Land Schutz zu suchen.

Und ja, damit geht einher, dass man die Werte dieses Landes mindestens akzeptiert und sich an die dortigen Gesetze hält. Da müssen die auch umdenken, weil viele dieser Werte und Gesetze ihnen vorher unbekannt waren. Glücklicherweise machen das auch die meisten.

Und du musst jetzt wo genau umdenken? Ach richtig, bei deinem Feindbild. Puuh, das muss hart sein.

Und jetzt kommt der Clou, Petra: Im Artikel steht gar nicht, dass du oder einer deiner „besorgten“ Freunde umdenken müssen. Es geht darum, dass auf politischer Ebene umgedacht werden muss. Und zwar nicht nur in Sachen Migrationspolitik. Das wüsstest du, wenn du dir die Mühe gemacht hättest, den Artikel zu lesen. Wenigstens teilweise. Aber nein, du hast Worte wie „Integration“ und „müssen“ gelesen und warst sofort auf 180. Prima gemacht. Bekommst nachher ein Wutbürger-Sternchen ins Heft.

Integration und wer sie zu leisten hat

Na wenn du dich selbst schon als Dummerchen bezeichnest, wer wäre ich dann, dir zu widersprechen? Lass mich dir bei der Aufklärung deines kleinen Irrtums helfen.

Integration ist im Duden folgendermaßen definiert:

(Quelle)

Ich denke, für den vorliegenden Sachverhalt können wir uns primär auf Punkt zwei stützen. Eingliederung in ein größeres Ganzes also. Und wie geht sowas? Fragen wir doch mal Google:

Liest du da irgendetwas davon, dass das nur durch die zu integrierende Person zu erfolgen hat? Nein. Wie auch? Klar, zur Integration gehört der Wille, sich integrieren zu wollen. Aber es gehört auch dazu, dass man bei der Integration Unterstützung erfährt.

Somit ist deine These, dass Integration einseitig von Seiten des zu Integrierenden zu erfolgen hat, zwar nicht „rechtsextremsböse“ (was das auch immer sein mag), sondern nur falsch.

Immer noch nicht verstanden? OK, ich versuche es mal anders: Stell dir vor, du fährst auf der Autobahn und es herrscht stockender Verkehr. Nicht viel Platz also. Vor dir liegt eine Auffahrt, von der aus weitere Autos auf die Autobahn wollen. Wie läuft das nun ab? In der Regel lassen die Autos, die bereits auf der Autobahn sind, einfach hin und wieder eines der hinzukommenden Autos dazwischen, um sie in den Verkehr zu – Obacht, wichtiges Wort! – integrieren. Wenn niemand bereit ist, eine kurze Lücke entstehen zu lassen, wird kein Auto von der Auffahrt hineinpassen, da kann der „Integrationswille“ noch so groß sein. Nun verstanden?

Übrigens auch an dich noch einmal die Empfehlung: Lies den Artikel, bevor du kommentierst.

Welch Eloquenz mir hier entgegenschlägt. Palawer! Kokolores! Gunner ist ja ein wahres Füllhorn an absonderlichen Begriffen. Aber was will er eigentlich genau? Zu hören, was das Volk… ups, sorry… *Volk* sagt, ist ja durchaus machbar, aber wie hört man, was es empfindet? Und wieso ist es *Augenwischerei*, wenn man es nicht hört? Was genau forderst du denn nun, Gunner? Das Grundprinzip, nach dem unsere Demokratie funktioniert, ist dir aber schon geläufig, oder? Volk wählt Parteien, Parteien machen Politik. Gerade erst waren Wahlen. Was du also jetzt im Bundestag siehst, ist eine Vertretung des Volkes, die nicht einmal zwei Monate alt ist.

Stimmt, eine Unverschämtheit ist es wirklich, einfach so dermaßen am Thema vorbeizukommentieren. Inhaltlich bietet dieser Kommentar auch nichts wirklich Neues, ich finde nur diese Nuance von Größenwahn beachtlich, dass Stefanie glaubt, sie könne entscheiden, wer „hier her“ kommen darf und wer nicht… Punkt!

Phantom-Gehalt und Phantom-Amt

Gunder kann ich, im Gegensatz zu seinen Vorrednern, nicht einmal den Vorwurf machen, sich – im Gegensatz zu dem Artikel – nur auf die Migrationspolitik zu versteifen, da er ja überhaupt keinen thematischen Bezug auf irgendeinen Aspekt des Artikels nimmt. Doch selbst dieser inhaltsleere Zweizeiler lässt Fragen offen.

Zunächst einmal hat Kristina Schröder derzeit überhaupt kein Ministeramt inne. Und selbst wenn, wofür genau soll sie nun die Hälfte eines etwaigen Gehalts zur Verfügung stellen? Wofür wäre das ein Beispiel? Und welcher Punkt des Artikels wäre, wenn sie noch ein Ministeramt innehätte, anders zu betrachten?

Auch für dich, lieber Thomas, noch einmal: Frau Schröder hat kein Amt inne. Sie ist seit Ende der vorletzten Legislaturperiode kein Mitglied des Bundestags mehr. Es gibt also nichts, wovon sie ab- oder zurücktreten könne. Naja, außer vielleicht ihrem Posten als Kolumnistin bei der WELT. Dass es irgendetwas an der politischen Situation ändern würde, wenn sie da kündigt, wage ich aber zu bezweifeln.

Der 6-Punkte-Plan für ein besseres Deutschland

Da reden sich seit Beginn der Flüchtlingskrise alle den Mund fusselig, fordern dieses und machen jenes, um zu einer zufriedenstellenden Lösung zu kommen und keiner kommt auf die Idee, einfach mal den Sven zu fragen, der alle politischen Probleme mit einem in seiner Einfachheit geradezu bestechenden Plan zu lösen vermag:

Punkt 1: Merkel muss weg!

BÄM! Problem gelöst. Denn wie wir alle wissen, nimmt eine Kanzlerin bei Amtsaufgabe ja alle von ihr verabschiedeten Gesetze und Beschlüsse mit nach Hause und Deutschland wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Tabula rasa, wenn man so will. Das ist „Umdenken“ auf höchster Ebene.

Punkt 2: Die stärksten Gewählten sind verpflichtet, eine Koalition zu bilden!

Wissen viele gar nicht. Das bisherige Modell, dass sich die Parteien nach eigenem politischem Gusto zu einer die Mehrheit repräsentierenden Koalition zusammenschließen, hat sich als sperrig und kräftezehrend für alle Beteiligten erwiesen. Deshalb müssen das künftig einfach immer die Parteien mit dem stärksten Stimmenanteil machen. Leider konnte man sich bisher nicht darauf einigen, wie viele Parteien dies umfassen soll. Zwei? Das wäre wieder die GroKO. Drei? GroKo plus AfD. Oder man nimmt einfach die sechs stärksten Parteien, dann könnte man sich beim jüngsten Wahlergebnis sogar die lästige Opposition sparen. Und RTL2 könnte eine Doku über die Koalitionsverhandlungen machen. Würde sicherlich für 4 Staffeln reichen. Bis zur nächsten Bundestagswahl eben.

Punkt 3: Grenzen dicht!

Richtig gehört. Dicht machen. Komplett. Nix rein, nix raus. Öfter mal Urlaub an der Lüneburger Heide machen und nur noch heimische Produkte kaufen. Isolation kann so schön sein. Fragt doch mal Nordkorea!

Punkt 4: Alles, was illegal ins Land gekommen würde, ausweisen!

Bester Punkt überhaupt! Da der Punkt im Konjunktiv gehalten ist, geht es hier nur um hypothetische Zuwanderung bzw. Importe (da ja von was die Rede ist und nicht von wer). Somit kann die Ausweisung bzw. der Export einfach symbolisch erfolgen. Das spart Kosten und stärkt somit preiswert das Gemeinschaftsgefühl der Deutschen. Man könnte direkt einen Feiertag draus machen. Einen Tag, an dem man daran denkt,  wie viele Migranten dank der geschlossenen Grenzen NICHT nach Deutschland gekommen sind.

Punkt 5: Gefährder raus!

Natürlich müssen wir auch ein wenig Ballast loswerden. Darum müssen Gefährder konsequent abgeschoben werden. Und zwar alle! Fehlende Ausweispapiere und das daraus resultierende Problem, nicht zu wissen, WOHIN man die Person abschieben könnte, dürfen dabei ebenso wenig im Weg stehen wie die Weigerung eines Herkunftslandes, die Person zurückzunehmen. In solchen Fällen wird die Person künftig einfach mit der Schubkarre über die Grenze geschoben und dort ausgekippt. Entsprechende Durchlässe, etwa eine „Gefährderklappe“ (analog zur Katzenklappe in Haustüren), müssen in der „dichten Grenze“ (vgl. Punkt 3) vorgesehen werden, da das Katapultieren über die (wie auch immer geartete) Grenzabsperrung vermutlich unnötige Aufmerksamkeit von Menschenrechtlern nach sich zöge.

Punkt 6: Mehr Geld für unsere Kinder Schulen Pflege

Tatsächlich mal ein sinnvoller Punkt. Die orthographischen Leistungen des Kommentarurhebers legen hier zusätzlich noch einmal klar Zeugnis darüber ab, wie dringend in Bildung investiert werden muss.

Der liebe Sven hat uns hier eindrucksvoll dargelegt, wie einfach Politik sein kann, wenn man nur auf alles, was außerhalb des eigenen Blickfeldes geschieht, einen Scheißdreck gibt.

Fazit: #ichbinhier…echtamverzweifeln

Dreieinhalb Parteien verbringen gerade viel Zeit in Sondierungsgesprächen und versuchen, sich auf einen Fahrplan zu verständigen, der festlegt, wie unser Land in den nächsten Jahren gelenkt und gestaltet werden soll. Es ist also durchaus ein guter Zeitpunkt für sachliche, politische Debatten.

Kristina Schröder hat mit ihrem Artikel dazu beigetragen, eine solche Debatte zu ermöglichen. Ich stimme ihr bei Weitem nicht in allen Punkten zu, jedoch empfinde ich den Artikel insgesamt als sehr differenziert, überwiegend sachlich und somit als hervorragende Grundlage für eine Diskussion über die angesprochenen Themen.

Und was sehe ich, wenn ich mir die „Diskussion“ in den Kommentarspalten ansehe? Eine Armada an ignoranten Wutbürgern, die ihre plumpen Forderungen nach einer Migrationspolitik, die genauso unreflektiert wie das eigene Weltbild ist, wieder und wieder herunterrattern, ohne überhaupt mitzubekommen, was sie gerade kommentieren. Dazwischen einige wenige #ichbinhier-ler, die verzweifelt dazu aufrufen, man möge sich doch wenigstens rudimentär mit dem Inhalt des kommentierten Textes auseinandersetzen.

Und diesem Aufruf möchte ich mich uneingeschränkt anschließen. Es ist meines Erachtens höchst anmaßend, einen Artikel zu kommentieren, ohne ihn gelesen zu haben. Ist denn heutzutage nicht einmal mehr dafür genug Zeit? Worauf soll denn die Meinung dazu fußen, wenn der Inhalt unbekannt ist? Wenn ich mit jemandem eine verbale Diskussion führe, schreie ich ihm ja auch nicht „Du hast Unrecht!“ ins Gesicht, bevor er überhaupt etwas gesagt hat.

Tragischerweise wird dieses Problem durch die Art, wie solche Artikel präsentiert werden, nur geschürt. Was bei Schlagzeilen der BILD im Grunde schon seit Jahren praktiziert wird, hat längst auch das Internet und die sozialen Medien erreicht und wurde dort noch weiter pervertiert: Das gnadenlose Herunterbrechen der Inhalte eines Textes auf einige wenige Hauptworte mit möglichst großer Triggerwirkung.

Ist doch egal, worum es in dem Artikel insgesamt geht. Es kommen „Integration“ und „dann knallt’s“ drin vor, das taugt doch sicher als Überschrift, nicht wahr? Nein, verdammt, tut es nicht. Das ist, als würde man die Bibel mit „Wer Äpfel klaut, fliegt raus aus dem Paradies!“ bewerben.

Ich habe Clickbaiting schon immer für eine verachtenswerte Praktik gehalten, aber wenn ich sowas wie hier sehe, fehlen mir beinahe die guten alten 10-Punkte-Listen, bei denen immer „Punkt 3 dein Leben verändern wird“.

Denn im vorliegenden Fall wird bewusst provoziert. Wer solche Schlagworte wählt, zieht die Ewiggestrigen und ihr Gehetze nur noch mehr an.

Nun, liebe WELT, mir ist natürlich klar, dass ihr Klicks generieren wollt. Ihr wollt auch euer Geld verdienen und das ist ja auch nicht verwerflich. Aber werft doch einfach mal einen Blick auf die Resonanz zu euren Posts. Gut und gerne zwei Drittel der Kommentatoren haben den Artikel nicht gelesen. Daher vermute ich, dass sie auch den von euch so begehrten Klick darauf nicht ausgeführt haben. Ihr seht also, diese miese Nummer trägt nicht einmal wirklich Früchte.

Die Diskussionskultur in den sozialen Medien ist in einem überwiegend erbärmlichen Zustand. Und ihr schürt dies, anstatt etwas dagegen zu tun.

Damit bleibt mir nur, Frau Schröder zu wünschen, möglichst bald anderswo als Kolumnistin unterzukommen. Denn solche Rahmenbedingungen, wie er sie bei der WELT erfährt, hat ihr Artikel definitiv nicht verdient.

Bis in zwei Wochen.

Ein Kommentar spiegelt die Meinung des Autors wider und nicht die Ansicht Mimikamas oder des Volksverpetzers als Ganzes. Auch wenn die Volksverpetzer-Kommentare ebenfalls auf überprüfbaren Fakten basieren, so stellt dieser Artikel die Meinung des Autors dar.

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Friedemann Kipp, Kolumnist Volksverpetzer Ende 20, Wahlruhrpottler, Naturwissenschaftler auf Abwegen und angehender Blogger. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.
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