Wir umgeben uns am liebsten mit Menschen, die der gleichen Meinung sind und lesen auf Facebook & Co. nur Blogs und Seiten, die Themen behandeln, die uns interessieren. Wer das Gefühl hat, dadurch etwas vom Rest der Welt zu verpassen, der kann diese einfachen Tipps befolgen, um seinen Horizont zu vergrößern.

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Filterblase Plopp, da ist sie hin, die Filterblase. Von einer Filterblase sprechen wir gewöhnlich, wenn wir uns mit Menschen und Informationsquellen umgeben, die zumindest ähnliche Ansichten teilen und von uns gewünschte Informationen einbringen. Die Filterblase wird durch Algorithmen, wie sie bei z.B. Facebook stattfinden, noch verstärkt. Klicken wir bei bestimmten Themen besonders gern, abonnieren dies und das oder blenden jenes aus, passt sich das System an und serviert uns die gewünschten Themen.




Dass es diese Blase gibt, mag kaum jemand bestreiten. Umgeben wir uns doch lieber mit Menschen die unsere Grundwerte teilen und mit Medien die Themen bringen, die uns interessieren. Ich möchte ungern mit jemandem befreundet sein, der sich über die Vorteile weiblicher Genitalverstümmelung auslässt. Auch würde ich keinen Fussball-Kanal abonnieren. Uns stellen sich nun aber auch Fragen wie „Möchte ich meine Blase beibehalten?“, „Möchte ich meine Blase vergrößern und weitere Informationen oder Ideen mit hineinnehmen?“. Und wenn ich sie vergrössern möchte: „Wie verändere ich meine Blase?“. Im direkten zwischenmenschlichen Bereich ist das sicher am Einfachsten.

Am Arbeitsplatz, aber auch im Sportverein oder Fitnessstudio, kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Womöglich kann ich von ihrem Wissen und ihrer Expertise in mir fernen Bereichen profitieren. Also, mal ganz neue Themen anschneiden und Fragen stellen. Sich zu Veranstaltungen mitnehmen und weiteren Leuten vorstellen lassen. In Bezug auf den Medienkonsum wird es schwieriger, da ja unsere Vorlieben Facebook und Co. bereits bekannt sind. Wenn wir jedoch einmal einen Beitrag angeklickt haben, können wir nach dem Durchlesen auf die Startseite wechseln und Rubriken und Beiträge entdecken, die wir sonst nicht in die Timeline oder per Google alert ins Postfach gespült bekommen hätten.

Das Unterfangen bedeutet Aktivität. Und das kontinuierlich. Denn wenn wir in Zukunft statt nur z.B. Tierrechtsthemen zu klicken, uns plötzlich Beiträge über Feminismus zu Gemüte führen, wird sich die Blase plötzlich über dieses Thema stülpen und andere Themen ausblenden. Wichtig sind auch besonnene Reaktionen in den sozialen Medien. Wer sich bei einem Thema regelmäßig im Ton vergreift oder grundsätzlich den bad boy spielt, wird von den Kontakten aus bestimmten Themen ausgeschlossen und im schlimmsten Fall bei manchen Seiten und Privatpersonen geblockt. Zuletzt bleib noch der Tipp, möglichst auch nicht nur eine Meinung zu einem Themenbereich zu haben und somit nur z.B. zum Thema fairer Handel zu kommentieren und verlinken. So kommen neue Kontakte und Diskussionen, sowie spannende Quellen fast von allein zu uns.

Hella Martin, Redakteurin Volksverpetzer Tagsüber im Tierschutz arbeitend, weiß sie auch mit ihren mehr als halben siebzig Jahren nicht, wann Feierabend ist und belästigt den Volksverpetzer mit Texten und Textandrohungen. Obwohl ihr Hauptaugenmerk den Tierrechten gilt, treiben sie auch viele andere Themen, wie z.B. Ernährung, Menschenrechte, Rassismus, Lookismus, Sexismus, BDSM, Feminismus um.
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