Nein, Anis Amri war KEIN Flüchtling und der Vorfall ist NICHT die Schuld Merkels!

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Vom Anschlag in Berlin hatten wir uns noch nicht erholt und wir wussten auch noch nicht, was passiert war, da nutzen schon die ersten politischen Aasgeier die Situation aus, um Stimmung gegen Flüchtlinge und Merkel zu machen, als sie von „Merkels Toten“ (Markus Pretzell von der AfD auf Twitter) sprachen.

Nein, es sind nicht Merkels Tote.




Aber schauen wir uns zuerst einmal die Fakten an:

2010 wurde Anis Amri, der Terrorverdächtige, der in Mailand erschossen wurde, beschuldigt einen LKW in Tunesien gestohlen zu haben. Seine Familie sagt er trank und war nicht religiös.

2011 wurde er wegen Diebstahls angeklagt und floh aus dem Land. Er wurde in Abwesenheit zu 5 Jahren Haft verurteilt.

Er floh nach Italien, wo er als Minderjähriger (vermutlich so mit 17) Asyl beantragte. Doch nach einer Reihe an Verbrechen, wozu Brandstiftung gehörte kam er vier Jahre ins Gefängnis.

Zu seiner Entlassung 2015 wurde er in eine Strafanstalt gesteckt, um abgeschoben zu werden. Im Juli lief sein Abschiebungsbefehl aus, weil sich Tunesien nicht um die notwendigen Formulare kümmerte.

Er musste dennoch Italien verlassen und ging nach Deutschland, wo er im Juli 2015 Asyl beantragte.

Im Februar 2016 ging er nach Berlin und wurde Ziel polizeilicher Ermittlungen nach einem Tipp, dass er einen terroristischen Anschlag plante.

Um Juni 2016 wurde sein Asylantrag dann abgelehnt. Er wurde für einen Tag festgehalten, aber da er keine Dokumente und keinen Pass bei sich trug konnten sie nicht sicher feststellen, dass sie den richtigen Man hatten und mussten ihn gehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon sechs verschiedene Identitäten und drei verschiedenen Nationalitäten angenommen.

im August wurde er erneut wegen einer kleineren Straftat festgenommen und Deutschland verlangte von Tunesien das Ausstellen eines Passes für Amir, damit man ihn endlich ausweisen könne.

Im September wurde die Überwachung Amris gestoppt, weil er zwar Drogen verkaufte und sich in Bars prügelte, aber es keine Anzeichen für terroristische Aktivitäten gab.

Im letzten Monat wurden einige Extremisten verhaftet und befragt, die zu Amri Kontakt hatten. Es ging eine Warnung raus, dass Amri gefährlich sein könne.

Am 19.12.2016 soll er dann einen LKW gestohlen, den polnischen Fahrer Lukasz Urban erstochen haben und dann damit zum Weihnachtsmarkt in Berlin gefahren sein.

Kurz nach 20 Uhr fuhr der LKW dann in die Menschenmenge und tötete 12 Menschen und verletzte 48 weitere, 18 davon schwer.

Seltsam dabei ist allerdings, dass der LKW fast sofort wieder nach links geschwenkt wurde, zurück auf die Straße und weg vom Weihnachtsmarkt, bevor er zum Stehen kam. Der Entführer sprang hinaus und rannte fort.

Man fand Lukasz tot im Führerhaus, zusammen mit viel Blut und Amris Geldbeutel. Den Aussagen der Angehörigen Lukasz und Polizeiberichten zu Folge soll Lukasz mit seinem Angreifer gekämpft haben.

Das bedeutet, dass der erstochene und schwer blutende Mann von seiner Bewusstlosigkeit erwacht sein könnte und realisierte, was sein Angreifer vor hatte.

Was auch immer er getan hatte, sei es den Fahrer anzugreifen oder das Lenkrad herumzureißen, aber seine Tat könnte es gewesen sein, die dazu geführt hatten, dass der LKW wieder auf die Straße schwenkte.

Trotz seiner Verletzungen kämpfte er noch, worauf er jedoch erschossen wurde.

Lukasz ist tot, 12 weitere Menschen auch. Die deutschen Sicherheitskräfte sehen wie Idioten aus und alle geben Merkel die Schuld dafür.

Aber die Fakten erzählen eine andere Geschichte als diejenige, die die Angstmacher von Rechts uns jetzt glauben lassen wollen.

Die Anzahl der Toten hätte noch schlimmer sein können, wenn nicht der polnische Fahrer in seinen letzten Momenten so heldenhaft gekämpft hätte. Ein Fahrer, dessen Lebensunterhalt es war, Waren in der Schengenzone umherzufahren. Dessen Job aufgrund der offenen Grenzen existiert.

Wären die Grenzen zu gewesen, hätte Amri immer noch Asyl beantragen können und es hätte immer noch LKWs zum Stehlen gegeben.

Aber Lukasz wäre keiner ihrer Fahrer gewesen.

Die deutschen Sicherheitskräfte wussten von Amri. Er war anscheinend sein ganzes Leben ein Krimineller gewesen. Aber dafür dass er einen Terroranschlag plante, dafür hatten sie keine Beweise. Ein zivilisiertes Land kann niemanden dafür verurteilen was er tun KÖNNTE. Oder was man denkt, dass er oder sie tun könnte. Wenn wir einmal damit bei Terroristen anfangen, machen wir es mit allen.

Die Wahrheit ist nunmal, dass wenn ein paar Leute andere Menschen umbringen möchten, es einer davon vermutlich irgendwann schaffen wird. Es muss nur einmal alles stimmen. Aber das ist weder wahrscheinlich, noch 100% vermeidbar! Hundertprozentige Sicherheit wird es leider nie geben.




Deutschland hat Amri nicht „hereingelassen“, auch Italien nicht. Man untersagte ihm die Aufenthaltserlaubnis in zwei Ländern, die ihm beide sofort registrierten und genau so reagierten, wie sie es eben tun sollten.

Tunesien ließ es zu, dass ein gesuchter Verbrecher das Land verlassen konnte.

Tunesien nahm ihn nicht wieder zurück.

Es war Tunesien, welche vier Monate brauchten, um einen neuen Pass auszustellen.

Und es ist Tunesien, das wirklich ein Problem mit Terroranschlägen hat – Nicht Deutschland.

Das ist nicht Merkels Schuld. Sie hat die Grenzen nicht für Diebe geöffnet, noch Tunesiern Asyl angeboten und Amri war in Deutschland bevor die Grenzen geöffnet wurden.

Sie hat in diesem Fall das Richtige getan, als sie und das restliche Deutschland die Schutzsuchenden aus Syrien und anderswo aufnahm, die vor Krieg und Terror flohen. Ob unsere Behörden dieser Aufgabe gewachsen waren und sind, ist eine andere Frage. Aber es war und ist das menschlich Richtige gewesen.

Amir war kein Flüchtling. Er war ein Krimineller bevor er radikalisiert wurde und er war auch danach noch einer.

Er ist einer der Menschen, die die Welt brennen sehen möchten, genau wie die Mörder des IS. Aber diese sind weit weg. Und auch wenn sie es uns glauben lassen wollen, sie können uns nichts antun. Terror und Fanatismus haben noch nie überdauert. Terror hat niemals in der Geschichte sein Ziel erreicht.

Diejenigen, die uns Angst machen, die Hetzer, die Populisten möchten, dass wir Angst vor den Terroristen haben, damit wir unser Heil bei diesen Unheilspropheten suchen, damit sie ihre unmenschliche Agenda vorantreiben können und die Macht ergreifen. Aber genau wie die Terroristen des IS wollen beide das Gleiche: Unsere Gesellschaft entzweien.
Gemeinsam sind wir stark, geschlossen sind wir eine Nation, ein Kontinentm eine Menschheit. Aber wenn wir es zulassen, dass diese Hetzer mit ihren Lügengeschichten und verdrehten Tatsachen es schaffen, dass wir das Vertrauen zueinander verlieren, dann haben die Terroristen gewonnen. Die AfD arbeitet mit den Terroristen zusammen. Einer braucht den anderen als Feindbild. Jeder Terroranschlag ist ein Grund zur Freude für diese Menschen.

Und das sollte uns schon verraten, dass sie nicht für unsere Sicherheit kämpfen. Sondern für die Gefahr. Alles was sie machen, ist uns ein Gefühl der Unsicherheit zu geben und dafür lügen sie und erfinden Geschichten über die Schutzsuchenden. Niemand sieht das deutlicher als Mimikama, die täglich solche erfundenen Geschichten aufdecken.

Aber offen und menschlich zu sein tötet niemanden. Ein anständiger Mensch zu sein gefährdet nicht dein Leben. Und die Wahrheit wird immer ans Licht treten. Lasst euch nicht entzweien und reicht denjenigen, die Hilfe brauchen die Hand.

Dieser Artikel wurde inspiriert von Fleet Street Fox im Daily Mirror.

Thomas_LThomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Tierrechtsaktivist aus Augsburg. Auf seinem Blog Der Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und ethischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.
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