Was haben eine Vokuhila und ein Zigeunerschnitzel gemeinsam?

Andre Wolf, 15. Mai 2018

Da staunten wir nicht schlecht, als wir die Kommentare auf Twitter zu unserem Artikel „Das “Nichtsesshafte Balkan-Migrationsschnitzel”” gelesen haben!

Die dort entstandene Diskussion lassen wir einfach mal beiseite, wesentlich interessanter war der kleine Fun-Fact, der uns so auch noch nicht bekannt war und sich nach kurzer Überprüfung auch als kein Fake entpuppte. Wusstest du schon, wie die Vokuhila auf Englisch genannt wird?

Für all diejenigen, die es nicht wissen, vergessen haben oder gar bewusst vergessen wollten: Vokuhila ist das Kürzel für „Vorne kurz, hinten lang” und beschreibt einen Frisurenstil, den wir Kinder der 60er und 70er dann in den 80ern live miterleben „durften“, ja teilweise gar getragen und ertragen haben.

Und nun, echt festhalten, diese Frisur muss sooooo typisch Deutsch gewesen sein, dass im Englischen die typische Vokuhila nicht einfach nur „mullet”, sondern gerne auch mal „german mullet” genannt wird. Wobei das nicht durchgängig so ist, der Begriff mullet allein steht schon für die Vokuhila.

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Aber!… Aber… wer nun denkt, das wäre bereits halbwegs lustig, der hat hier die Dänen nicht auf dem Schirm. Denn in Dänemark wird die Vokuhila als Bundesliga-hår („Bundesliga-Haar“) bezeichnet. Das ist jetzt kein Fake und auch kein Einzelfall: Die Vokuhila muss unter deutschen Bundeligaspielern so vorherrschend gewesen sein, dass man auch in Ungarn und Slowenien von „Bundesligahaar“ spricht, wenn man die Vokuhila meint. In Frankreich denkt man bei der Vokuhila ebenso an deutsche Fußballspieler („coiffure de footballeur allemand”).

Die Italiener übrigens auch, nur verwendet man hier die Ausdrücke in der Landessprache und sagt „capelli alla tedesca”, was so viel wie „Deutsches Haar” heißt. Bei den Niederländern ist es recht ähnlich und die berühmten New Kids tragen die „Duitse mat”.

Quellen:


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