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Vitamin D: Wann Präparate helfen – und wann nicht

Einfach mal Vitamin D einnehmen? Patienten sollten sich besser beraten lassen, bevor sie zu künstlichem Vitamin D greifen.

Ralf Nowotny, 20. September 2022

Zwar sind Vitamin-D-Präparate bei Risikogruppen und erwiesenem Mangel sinnvoll. Bildet der Körper allerdings selbst genügend Vitamin D, kann – zusätzlich eingenommen – zu viel davon sogar schaden, warnt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

„Bürohocker“ haben Risiko für Vitamin-D-Mangel

Der menschliche Körper bildet Vitamin D unter Sonneneinfluss selbst – daher der gängige Name „Sonnenhormon“. Um ausreichend davon zu bilden, reichen je nach Hauttyp zweimal wöchentlich zwischen fünf und 30 Minuten im Freien, am besten ohne Sonnenschutz und mit unbedeckten Armen, Beinen und Kopf. Vorsicht: Sonnenbrand dabei unbedingt vermeiden! Von etwa März bis Oktober kann der Körper in den hiesigen Breiten Vitamin D selbst bilden. In dieser Zeit legt er auch Reserven im Fett- und Muskelgewebe für das Winterhalbjahr an.

Bei Verdacht auf einen Mangel oder bei Risikopersonen prüft die Hausärztin oder der Hausarzt Vitamin D per Blutprobe. Belegt ist, dass Vitamin D vor Knochenabbau schützen und Brüchen vorbeugen kann. Laut Studien kann es bei älteren Menschen auch gegen akute Erkältungen helfen – sofern eine Vitamin-D-Unterversorgung vorliegt. Risikogruppen für eine Unterversorgung sind unter anderem chronisch kranke Menschen, die sich kaum oder nicht im Freien aufhalten, sowie Ältere ab circa 65 Jahren. Ein Risiko für Vitamin-D-Mangel haben auch „Bürohocker“, die nur in abgedunkelten Räumen sitzen und zu wenig an die frische Luft gehen.

Vorsicht vor eigenmächtigen Dosierungen

Allerdings sind Vitamin-D-Präparate nicht das Wundermittel, als das sie gerne bei diversen Krankheiten angepriesen werden. Experten warnen vor einer eigenständigen Einnahme des Vitamins. Höhere Dosierungen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Status erfolgen. Eigenmächtige Dosierungen mit Präparaten über 4000 internationalen Einheiten (IE) sind demnach unbedingt zu vermeiden – Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfe, Übelkeit und Nierensteine können die Folge sein. Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie zu Vitamin-D-Präparaten greifen. Das Fachpersonal kann helfen, den Bedarf einzuschätzen und die richtige Dosierung zu empfehlen.

Artikelbild: Pixabay
Quelle: PP/Apotheken Umschau

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