Visum- und Einreisegenehmigungsangebote oft überteuert im Internet

Andre Wolf, 6. November 2019
Vorsicht bei Visum!
Vorsicht bei Visum!

Ihr nächstes Urlaubsziel verlangt ein Visum? Dann nehmen Sie sich vor unseriösen Websites in Acht, die ein Vielfaches der tatsächlich anfallenden Gebühr für die Einreisegenehmigungen verlangen.

Unser Kooperationspartner Watchlist Internet warnt: Besondere Vorsicht ist beispielsweise bei Reisen nach Australien, Ägypten, Vietnam, Indien sowie Kanada oder in die USA und die Türkei geboten – theoretisch ist die Masche aber bei allen Destinationen mit Pflicht für ein Visum möglich.

Steht bei Ihnen eine Reise in ein Land bevor, welches ein Visum von Ihnen verlangt, liegt die Beantragung eines E-Visums über das Internet nahe. Um Ihr Urlaubsbudget nicht unnötig zu belasten, ist dabei darauf zu achten, dass Sie Ihre E-Visa-Anträge immer auf den offiziellen Regierungswebseiten stellen. Bei Drittangeboten wie evisaeta.com (Australien, Kanada, Indien, Türkei) oder estavietnam.com (Vietnam) zahlen Sie nämlich schnell ein kleines Vermögen.

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Überteuertes Visum!

Auf den offiziellen Behörden- und Regierungswebsites der Urlaubsziele mit Visumspflicht, fallen pro Antrag meist zwischen 0 und 25 Euro an. Die unseriösen Websites, die in keinem Zusammenhang mit den jeweiligen Regierungen stehen, verlangen hingegen gerne bis zu 90 Euro pro Antrag. Bei einer Reise nach Australien zahlt eine vierköpfige Familie dadurch beispielsweise 360 Euro für sogenannte „eVisitor“-Anträge, die eigentlich kostenlos vergeben werden.

Datensicherheit fragwürdig

Die meisten der überteuerten Plattformen stellen kaum Kontaktinformationen oder Impressumsdaten zur Verfügung. Sie wissen also nicht, mit wem Sie es eigentlich zu tun haben, müssen aber durchaus sensible Daten an Ihr Gegenüber übermitteln. In den falschen Händen könnten diese persönlichen Informationen für Verbrechen in Ihrem Namen genützt werden.

Rückbuchung möglich?

Sollten Sie nachträglich feststellen, dass Sie mehr als nötig für Ihr Visum bezahlt haben, stellt sich eine Rückbuchung meist als unmöglich heraus. Sie können dennoch versuchen, das Unternehmen zu kontaktieren, Ihren Rücktritt zu verkünden und eine Rückbuchung zu verlangen. Bleibt dies erfolglos, wenden Sie sich an Ihren Kreditkartenanbieter und beantragen Sie eine Rückbuchung. Rechtlich besteht darauf allerdings kein Anspruch.

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Visum gültig?

In den meisten uns bekannten Fällen, waren die überteuerten Visa immerhin gültig. Dennoch empfehlen wir, dies über die offiziellen Websites oder die Botschaften der Zielländer zu überprüfen. Im schlimmsten Fall gelangen Sie ansonsten an Ihr Reiseziel, dürfen aber nicht einreisen!

„Länder A bis Z“ des Außenministeriums nützen!

Das Bundesministerium Europa, Integration und Äußeres (Außenministerium) bietet ein ausführliches Länder A bis Z an. Hier finden Sie sämtliche Reiseinformationen für Ihre Urlaubsziele. Wählen Sie ein Land aus, finden Sie unter dem Punkt „Einreise & Ausreise“ u.a. heraus, ob ein Visum notwendig ist und wo dieses offiziell beantragt werden kann.

Googeln Sie hingegen beispielsweise nach „Visum Vietnam“ erscheinen zahlreiche mehr oder weniger unseriöse Angebote. Somit laufen Sie Gefahr, nicht auf der offizellen Website zu landen.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei zahlreichen LeserInnen für die Meldungen zu evisaeta.com und estavietnam.com)

Artikelbild: Shutterstock / Von Roman Samborskyi

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