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Vermeintlich schockierendes Video führt in eine Phishing-Falle

Kathrin Helmreich, 8. Dezember 2020
Video-Nachricht via Messenger führt zu Phishing-Falle
Video-Nachricht via Messenger führt zu Phishing-Falle

Erneut erhalten Facebook-Nutzer Nachrichten mit einem vermeintlich schockierenden Video darin.

Im September 2020 rollte die erste Welle des Phishing-Versuchs an. (wir berichteten) So erhalten Facebook-Nutzer den Link zu einem vermeintlich schockierenden Video mit dem Titel „Pinino0101ahor“ und dem Untertitel „Schau mal was ich gefunden habe“.

Die Masche ist nicht neu und erinnert an die Zeit mit den „Bist du das im Video“-Fällen. So kommt der Köder als vermeintliches Video via Facebook-Messenger. Wer auf das Video klickt, wird auf eine Webseite weitergeleitet, die darauf hinweist, dass Facebook verlassen wird.

Um sich auf Facebook angeblich neu einzuloggen, wird eine Login-Maske eingeblendet – doch Vorsicht! Hierbei handelt es sich um einen Phishing-Versuch. Wer hier seine Daten eingibt, spielt sie direkt in die Hände der Betrüger.

Und wäre eine Phishing-Attacke noch nicht genug, kann es passieren, dass zusätzlich ein Gewinnspiel aufpoppt – auch hier handelt es sich um Betrug!

Wer bei unseriösen Gewinnspielen teilnimmt, läuft Gefahr, noch mehr Daten zu verlieren und sich verpflichtet sich womöglich, eine Flut an Werbung erhalten zu dürfen. Mehr zum Thema Gewinnspiel findest du hier.

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Was tun, wenn ich meine Daten eingegeben habe?

  1. Umgehend das Passwort des Facebook-Accounts ändern
  2. Überprüfen, ob die korrekte Mail-Adresse im Facebook-Account hinterlegt ist.
  3. Deine Freundesliste über das Missgeschick informieren.
  4. Seinen Rechner nach Schadsoftware durchsuchen.
  5. Ggf. alle schädlichen Browsererweiterungen im Browser entfernen und prüfen, ob noch weitere Erweiterungen/AddOns im Browser vorhanden sind, die man nicht installiert hat bzw. die man nicht kennt.

Fazit:

Skeptisch bleiben! Erhältst du einen Video-Link und wirst stattdessen auf eine Login-Maske weitergeleitet – Finger weg!

Niemand kann wissen, wo deine Daten am Schluss landen, denn viele Betrüger verkaufen abgefischte Daten im Darknet oder treiben weiteren Schabernack damit.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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