US-Regierung will Facebook-Konzern zerschlagen

Tom Wannenmacher, 12. Januar 2022

Die Klage, mit der die US-Regierung den Facebook-Konzern Meta zerschlagen will, ist im zweiten Anlauf angenommen worden. Die Federal Trade Commission (FTC) wirft dem Facebook-Konzern eine Monopolstellung im Markt für Online-Netzwerke vor.

FACEBOOK: Herber Rückschlag! US-Richter lässt Klage wegen Instagram und WhatsApp zu Ein amerikanischer Bundesrichter hat die Fortsetzung der überarbeiteten Kartellklage der Federal Trade Commission (FTC) gegen Meta, früher bekannt als Facebook, zugelassen.
Die FTC fordert Maßnahmen, die eine Zwangsabspaltung von Facebooks beliebten Messaging-Diensten Instagram und WhatsApp oder eine Umstrukturierung des Unternehmens beinhalten könnten. Es ist der zweite kartellrechtliche Vorstoß der FTC gegen das Unternehmen.
Im Juni hatte US-Bezirksrichter James Boasberg Kartellklagen abgewiesen, die die Behörde und eine breite Koalition von Generalstaatsanwälten gegen Facebook angestrengt hatten und die zu den zunehmenden Bemühungen von Bundes- und Landesbehörden gehörten, die Marktmacht des Tech-Titanen einzudämmen.
Boasberg befand, dass die ursprüngliche Klage der FTC «rechtlich unzureichend» war und nicht genügend Beweise für die Monopolstellung von Facebook lieferte. In einer überarbeiteten Klage, die im vergangenen August eingereicht wurde, argumentiert die FTC, dass das Unternehmen eine «Kaufen oder-Begraben»-Strategie gegen Konkurrenten verfolge, um den Wettbewerb zu unterdrücken.
In seiner Entscheidung am Dienstag (Ortszeit) erklärte Boasberg, dass die «Kerntheorie» der Klage, Facebook sei ein Monopol, zwar unverändert geblieben sei, aber die Fakten, die dieses mal vorgebracht wurden, «weitaus aussagekräftiger und detaillierter sind als zuvor». Meta erklärte per E-Mail, es sei «zuversichtlich, dass die Beweise die grundlegende Schwäche der Behauptungen aufzeigen werden. Unsere Investitionen in Instagram und WhatsApp haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind.» Sie seien gut für den Wettbewerb und die Menschen und Unternehmen, die sich dafür entschieden hätten. Holly Vedova, die Direktorin des FTC-Büros für Wettbewerb, sagte, die Behörde habe eine «stark geänderte Klage vorgelegt, und wir freuen uns auf den Prozess».


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

  • Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum. Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fake News, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt deine Unterstützung!

Mehr von Mimikama