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Twitter: Sperrung von Trumps Konto nicht ausgeschlossen!

Claudia Spiess, 5. Juni 2020
Twitter: Sperrung von Trumps Konto nicht ausgeschlossen!
Twitter: Sperrung von Trumps Konto nicht ausgeschlossen!

Die Beziehung zwischen Twitter und US-Präsident Trump bröckelt. Der Kurznachrichtendienst schließt nicht aus, Trumps Konto zu sperren.

Twitter: Sperrung von Trumps Konto nicht ausgeschlossen! – Das Wichtigste zu Beginn:

Ausschlaggebend war ein Tweet des US-Präsidenten, der von Twitter als „gewaltverherrlichend“ markiert wurde. Sollte Trump weitere aufwiegelnde Tweets absetzen, könnte das die Sperre seines Kontos bedeuten.

Trump im Streit mit Twitter

US-Präsident Donald Trump twittert mit Begeisterung. Mehr als 81 Millionen Follower kann er auf der Plattform verzeichnen.

Vergangene Woche hatte Twitter einen Beitrag des US-Präsidenten als „gewaltverherrlichend“ markiert. In dem Tweet ging es um die Anti-Rassismus-Proteste in den USA.

Kürzlich unterzeichnete Trump eine umstrittene Verordnung zur stärkeren Regulierung auf Social Media Plattformen. Und nun könnte es sein, dass ihn genau diese Entscheidung einholt.

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Statement von Twitter

Nick Pickles, der Strategie-Chef von Twitter, erklärte:

„Jeder Twitter-Account ist an die Twitter-Regeln gebunden.“

Er fuhr fort, dass Beiträge des US-Präsidenten auf dieselbe Weise überprüft würden wie die aller anderen Nutzer. Beschweren sich Nutzer über einen Beitrag, werden diese auf Einhaltung der Richtlinien überprüft.

Sollten weitere aufwiegelnde Beiträge des US-Präsidenten auftauchen, schließt Twitter nicht aus, sein Konto zu sperren.

Snapchat folgt

Nach Twitter folgt nun auch Snapchat mit einer „Zensur“. Der Snapchat-Account von Donald Trump wird aus dem Discover-(„Entdecken“)-Bereich ausgenommen. In diesem Bereich werden Beiträge von Prominenten und Medien gezeigt.
Grund für diese Entscheidung ist auch hier Trumps Verhalten anlässlich der Proteste in den USA.

Eine Sprecherin des Mutterkonzerns Snap gibt dazu ein klares Statement ab:

„Wir werden kein Verstärker für Stimmen sein, die zu rassistischer Gewalt und Ungerechtigkeit anstiften, indem wir ihnen kostenlose Werbung bei Discover gewähren.“

Snap-CEO Evan Spiegel hatte sich bereits klar positioniert. Er verfasste ein Memo mit dem Titel „We stand together“ an seine Belegschaft, in dem er sagt:

„Wir werden mit unseren Handlungen klarstellen, dass es keine Grauzone in Bezug auf Rassismus, Gewalt und Ungerechtigkeit gibt – und wir werden sie, noch diejenigen, die sie unterstützen, auf unserer Plattform fördern.“

Trumps Wahlkampfmanager Brad Parscale nannte Evan Spiegel „radikal“ und wirft Snapchat vor, die Wahl zu manipulieren.

Quelle: Die Presse / Meedia
Artikelbild: Twitter

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