Tötungsdelikt von 2007 aufgeklärt

Tom Wannenmacher, 15. April 2016

Am frühen Morgen (02.15 Uhr) des 14.04.16 wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Neuruppin ein 44-Jähriger in der Lenzener Straße von Wittenberge nach einer aktuellen Bedrohung gegenüber einem 28-Jährigen vorläufig festgenommen.

Aufgrund der bekannten Gewalttätigkeit des Mannes erfolgte der Zugriff durch ein Brandenburger Spezialeinsatzkommando. Im Zuge intensiver Ermittlungen der Mordkommission der Polizeidirektion Nord, konnte in der Folge ein Tötungsdelikt aus dem Jahr 2007 aufgeklärt werden.

Was war passiert?

Am 27.01.2007 wurde die Leiche eines 30-jährigen Mannes in einer Wohnung in Perleberg gefunden.

Der Mann lebte in dieser allein und war beim Auffinden schon längere Zeit tot. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung konnten zunächst nicht festgestellt werden, zumal auch das rechtsmedizinische Gutachten ein Sturzgeschehen als todesursächlich nicht ausschließen konnte.


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Im Jahr 2015 erlangte die Mordkommission neue Hinweise, die auf ein Tötungsdelikt zum Nachteil des 30-jährigen deuteten.

Demnach soll der Beschuldigte zur Tatzeit mit dem Verstorbenen in dessen Wohnung gewesen sein. Beide hätten gemeinsam Alkohol getrunken und wären dann in Streit geraten. Im Zuge dieses Streites habe der Beschuldigte den Geschädigten die todesursächlichen Verletzungen zugefügt.

Auf Grund der neuen Hinweise, wurden seit 2015 umfangreiche offene und verdeckte Ermittlungen durch die Mordkommission Neuruppin durchgeführt, insbesondere im Umfeld vom Opfer und dem nunmehr Beschuldigten. Dies blieb auch dem Beschuldigten nicht verborgen und am 12.04.2016 bedrohte er einen Zeugen mit dem Tode.

In Folge dieser Entwicklung erfolgte in der Nacht zum 14.04.2016 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neuruppin die vorläufige Festnahme des als gewaltbereit bekannten Beschuldigten mit Unterstützung des SEK.

Im Rahmen der durchgeführten verantwortlichen Vernehmung gestand der Beschuldigte, den Geschädigten im Jahre 2007 mehrfach geschlagen zu haben. Dann will er die Wohnung verlassen und den Geschädigten in seiner Wohnung zurückgelassen haben.

Durch die Staatsanwaltschaft Neuruppin wurde heute Haftantrag beim Amtsgericht Neuruppin gestellt und der 44-Jährige dem Haftrichter vorgeführt. Soeben wurde Haftbefehl erlassen und der Mann wird jetzt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft dauern an.

Quelle: Polizei Brandenburg


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