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Trump sagt nicht „I can’t breathe“ in einer aktuellen Rede!

Ralf Nowotny, 3. Juni 2020
Trump sagt nicht "I can't breathe" in einer aktuellen Rede!
Trump sagt nicht "I can't breathe" in einer aktuellen Rede!

Ein kurzes Video, welches in sozialen Medien geteilt wird, ist zwar echt, allerdings bereits vier Jahre alt!

In dem nur wenige Sekunden dauernden Video sieht man den US-Präsidenten Donald Trump während einer Rede. Er greift sich dabei dramatisch an den Hals und sagt „He is going aaaah aaaah I can’t breathe!“, im Hintergrund hört man Gelächter darüber.

Um dieses Video handelt es sich:

https://www.facebook.com/eric.krasner/videos/10158263753068433/

„Allein diese 3 Worte sollten ihn die Wahl kosten“, meint der Ersteller des Postings dazu.

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Das Trump-Video ist von 2016!

Im April 2016 hielt Donald Trump mehrere Wahlkampfreden, in der er immer den obigen Satz sagte. Mehrere Seiten, u.a. Business Insider, berichteten darüber.

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Grund des gespielten Erstickungsanfalls Trumps:
Er machte sich damit über Mitt Romney lustig, der 2012 für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat angetreten ist und während einer Rede einen starken Husten- und Erstickungsanfall bekam.

„Die letzte Wahl [gegen Obama 2012] hätte gewonnen werden müssen, aber Romney erstickte ja wie ein Hund. Er ist erstickt. Er machte aaaah aaaah Ich kann nicht atmen! Ich kann nicht atmen!“

sagte Trump in seinen Wahlkampfreden. Laut Trump war der Husten- und Erstickungsanfall Romneys nur gespielt.
In diesem Video wird ebenfalls über jenen kontroversen Teil von Trumps damaliger Wahlkampfrede berichtet:

Trump und Romney gingen sich während ihrer Wahlkampfreden für die US-Präsidentschaft immer wieder hart an. Obwohl beide Republikaner sind, konnter keiner der beiden an dem anderen ein gutes Haar finden, Romney nannte Trump damals bereits einen Schwindler und Betrüger.

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Auch in politischen Spots genutzt

Das aus drei Brüdern bestehende Unternehmen „Meidas Touch“ nutzt das alte Bildmaterial ebenfalls, um politische Werbung in Videoform zu produzieren. In einem aktuellen Spot sieht man nicht nur jener Ausschnitt aus einer Rede Trumps im Zusammenhang mit dem Tod George Floyds, sondern beispielsweise auch aktuelle Szenen mit Polizeigewalt, gemischt mit Trumps Aussage von 2017, dass die Polizei „nicht so nett“ gegen Verdächtige vorgehen solle.

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Zusammenfassung

Das Video ist echt, allerdings bereits von 2016. Trump bezieht sich dabei nicht auf George Floyd, sondern auf Mit-Republikaner und Gegenkandidaten Mitt Romney, der 2012 während einer Wahlkampfrede einen Erstickungsanfall hatte.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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