Gefährlicher Trojaner versteckt sich hinter neuer Android-App

Marina Dullnig, 4. März 2022

Der Moment, in dem man die Dringlichkeit eines QR-Code-Readers erkennt, ist meist der Moment, in dem man sich im Play Store bereits nach der passenden App auf die Suche macht.

Coronabedingt wurde das kleine nützliche Werkzeug ein treuer Begleiter durch den Alltag. Mussten nicht nur laufend die Codes der Grünen Pass App abgescannt werden, sondern auch Registrierungen in Kinos oder Restaurants vorgenommen werden.
Wer bis jetzt noch immer über keine geeignete App verfügt, kann dies durch einen kurzen Besuch im Play Store schnell ändern. Eine kurze Eingabe im Suchfeld, ein kurzer Blick auf die Angebote und schon bedarf es nur noch einer kleinen Berührung zwischen Fingerspitze und Display und das Smartphone ist um ein brauchbares Tool reicher.

Doch Vorsicht!

Hinter der im ersten Moment recht harmlos erscheinenden App „QR Code & Barcode Scanner“ versteckt sich in Wirklichkeit ein gefährlicher Trojaner.
Bereits über 10.000 Downloads konnte die App, die zudem häufig mit positiven Bewertungen versehen wurde, verzeichnen, bevor die Gefahr bekannt wurde. Das mag daran liegen, dass der Trojaner erst über ein Update, welches weitere Zugriffsberechtigungen erfordert, aufs Endgerät gelangt.
Bereits im Mai 2021 gelang es, mithilfe dieses bekannten TeaBot Trojaner, Daten aus einer Liste von 60 Bank-Apps abzugreifen. In dem letzten Jahr hat er jedoch an Gefährlichkeit dazugewonnen und nimmt nun zusätzlich Ziele wie Versicherungen, Krypto-Wallets und Krypto-Transaktionen ins Visier. Zudem ist er inzwischen viel sprachgewandter als zuvor und unterstützt Sprachen wie russisch, slowenisch und sogar Mandarin.
Trotz der Sicherheitschecks, die vorab von Google durchgeführt werden, kann es dennoch hin und wieder passieren, dass eine neue Anwendung den Weg in den Play Store findet. Da Google bereits über die Malware informiert wurde, wird es nicht mehr lange dauern, bis die Suche nach einem Barcode Scanner kein böses Erwachen mehr mit sich bringt.
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Quelle: futurezone

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