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Nice to meet you, Trainy McTrainface!

Kathrin Helmreich, 20. Oktober 2017

Trainy McTrainface existiert, genau wie Boaty McBoatface, wirklich und ist das Ergebnis schwedischer Demokratie.

 

HINWEIS:
Der Beitrag über Trainy McTrainface ist kein gesponserter Beitrag zu einer Fortsetzung der Kinofilme Cars, Planes oder Pets. Trains steht unseres Wissens nach vorläufig nicht auf der To-Do-Liste von Pixar oder den Illumination Studios.

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Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama
Die schwedische Bahngesellschaft MTR express und die Zeitung Metro baten die Fahrgäste um Namensvorschläge und ließen die diese dann auch online über den neuen Namen für ihren Zug abstimmen.
Laut Pressemitteilung der Bahngesellschaft MTR express wussten die Verantwortlichen den Namen zuerst gar nicht einzuschätzen.
Als sie dann die Hintergrundgeschichte zu Boaty McBoatface (jetzt bekannt unter RRS Sir David Attenborough) erfuhren, wussten sie, dass das „eine große Sache“ werden könnte. Man ließ die Menschen abstimmen und erhielt Trainy McTrainface als Namen.
Im Gegensatz zum Natural Environment Research Council (NERC) und dessen Forschungsminister akzeptierte man das Resultat dieser Abstimmung jedoch und verschönerte Trainy McTrainface zu seiner Jungfernfahrt mit zwei großen Glubschaugen auf der Front:
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Quelle: GP – Schwedisches Nachrichtenportal

Aber wer ist jetzt eigentlich Boaty McBoatface bzw. wer ist Boaty McBoatface nicht?

Die Geschichte zu Boaty McBoatface spielt in Großbritannien. Das Natural Environment Research Council (NERC) wollte zur Feier eines neuen Polar-Forschungsschiffes die Namensnennung den Bürgerinnen und Bürgern überlassen und rief daher zu einem Online-Voting auf.
Ein ehemaliger Moderator des Senders BBC schlug spaßeshalber „Boaty McBoatface“ vor, da das Schiff vorne am Bug wirkte, als würde es lächeln und ein Gesicht haben. Der Namensvorschlag „Boaty McBoatface“ führte tagelang den ersten Platz an.
Für den Wissenschaftsminister war dieser Namensvorschlag jedoch zu unseriös und er wollte etwas Passenderes haben.
Anstatt aber die Vorschläge auf Platz 2 und 3 zu berücksichtigen, entschied er sich kurzerhand für Platz 4: Das Schiff wurde nach Sir David Attenborough benannt, einem weltweit bekannten Naturwissenschaftler und Tierfilmer. Diese Entscheidung war eine, die von Diplomatie statt Demokratie geprägt war.
Aus PR-Sicht war die Entscheidung ein absolutes Desaster, so dass man sich entschied, ein kleines, ferngesteuertes U-Boot, welches Teil des Polarschiffes ist, Boaty McBoatface zu nennen, um auch den Erstwunsch der Abstimmung zu berücksichtigen.
In den Sozialen Medien gab man sich allerdings auch damit nicht zufrieden. Subby McSubface würde besser passen, immerhin sei es ein U-Boot (engl.: Submarine).
Bild von Boaty:
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Quelle: Learning English

Ergebnis:

Ein wenig viral ist die ganze Sache durchaus schon gegangen. Kennt ihr schon Coachy McCoachface, den neuen Reisebus von Woods Reisen in Großbritannien?

Autor:  Gordana Rammert

Quelle: Telegraph


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