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Tinder will vor dem Versenden beleidigender Nachrichten warnen

Claudia Spiess, 27. Mai 2021
Tinder will vor dem Versenden beleidigender Nachrichten warnen
Artikelbild: Shutterstock / Von Alex Ruhl

Schon mal passiert? Du hast ein Tinder-Match, und dann kommen Nachrichten, die du lieber nicht bekommen möchtest?

Die Kehrseite der Medaille oder besser der Dating-App Tinder. Vermutlich hat aber nicht nur diese damit zu kämpfen, sondern fehlt es in Dating-Apps oder auch in Messengern generell oft am richtigen Ton. Sei es verletzter Stolz oder dass man mal nicht schnell genug antwortet. – Manche User finden schnell Gründe, die eine Beleidigung oder sonstwie verstörende Nachricht ihrer Meinung nach rechtfertigen. Man ist doch außerdem auch so gut wie anonym.

Reagiert man auf derartige Nachrichten irritiert, verstört oder auch zurechtweisend, geht es meist erst so richtig los, bis man nur noch durch Blockieren der Person davor verschont wird. Derartigen Vorkommnissen möchte Tinder nun einen Riegel vorschieben.

„Bist du sicher?“

Mit dieser einfachen Frage möchte Tinder Nutzer vor dem Absenden beleidigender Nachrichten in eine kurze Denkpause bringen.

Man stelle sich einen bockigen User vor, der – aus welchem Grund auch immer – drauf und dran ist, sein Gegenüber zu beschimpfen, zu beleidigen oder eine inhaltlich problematische Nachricht zu schicken. KI-gesteuert poppt jedoch vor dem Absenden der Tinder-Zeigefinger auf und fragt „Bist du sicher?“

Ob das in jedem auftretenden Fall den gewünschten Erfolg bringt, ist fraglich. Tinder selbst gibt jedoch an, dass in früheren Tests diese Warnmeldung zu einer Reduktion derartiger Nachrichten von mehr als zehn Prozent geführt hätte.

Künstliche Intelligenz als Aufpasser

Die eingesetzte KI soll stetig weiterentwickelt werden, um künftig zu einer höheren Erfolgsquote zu führen.

Tracey Breeden, Head of Safety and Social Advocaxy der Tinder-Betreiber Match-Group, hat folgendes dazu zu sagen:

„Die ersten Ergebnisse dieser Funktionen zeigen uns, dass Interventionen auf die richtige Art und Weise wirklich sinnvoll sein können, um das Verhalten zu ändern und eine Gemeinschaft aufzubauen, in der jeder das Gefühl hat, er selbst sein zu können.“

Die neue Funktion ergänzt eine bereits bestehende Sicherheitsmaßnahme, durch die Nutzer den Hinweis „Stört dich das?“ erhalten, wenn sie eine belästigende Nachricht erhalten haben.

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Quelle: Standard, Techradar


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