Nein, Tesla betankt NICHT heimlich seine E-Autos mit Benzin

Kathrin Helmreich, 4. August 2020
Nein, Tesla betankt NICHT heimlich seine E-Autos mit Benzin
Nein, Tesla betankt NICHT heimlich seine E-Autos mit Benzin

Immer wieder Satire: Tesla soll nachts seine E-Autos mit Benzin betanken? Nein!

Wir erhielten einige Anfragen zu einem Artikel, der gerade auf Facebook geteilt wird. Der Titel verrät angeblich einen weiteren „Autoskandal“ den Tesla und seine E-Autos betrifft.

Es geht dabei um folgenden Statusbeitrag:

Screenshot des angefragten Artikels
Screenshot des angefragten Artikels

Weiterer Autoskandal: Tesla betankt nachts heimlich seine E-Autos mit Benzin

Der Faktencheck

Die Sache ist schnell aufgelöst, denn es handelt sich um einen Satire-Artikel. Dies wird ersichtlich, wenn man die Webseite auch besucht.

Unter dem Banner „Eine Zeitung“ gibt es den Vermerk „In Satira Veritas“. Darunter vermerkt: „Deutschlands dritt- oder viertgrößtes Satiremagazin“.

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Problemfall Satire bei Mimikama

Prinzipiell greift Mimikama keine Satire auf, um auf sie hinzuweisen. Bei Satire handelt es sich übrigens auch nicht um eine Form der Falschmeldung, sondern Satire ist eben was es ist und ist auch als solche zu konsumieren. Wir behandeln Satireseiten zumeist dann, wenn die Quelle nicht deutlich als Satire erkennbar ist, sie eine Scheinsatire betreibt oder es sich um eine junge und noch kaum bekannte Webseite handelt.

MERKE: Eine Zeitung = Satire

Oft passiert es, dass Leser/innen nur beim so genannten “Teaser” (Facebookvorschau) hängenbleiben und den Inhalt oft gar nicht selbst auf seinen Charakter prüfen.

Dabei kann es sehr einfach sein, einer Satire nicht auf den Leim zu gehen.

Welche Fragen sollte man sich als Leser/in stellen?

  • Wer schreibt? (Impressum)
  • Welchen Charakter hat die Webseite?
  • Welcher Gattung gehört der vorliegende Text an? (Entsprechende Anmerkung über dem Inhalt oder unter dem Inhalt vorhanden?)

Darauf basierend knüpfen dann die klassischen Prüfpunkte an (falls überhaupt noch notwendig):

  • Inhaltlicher Gegencheck –> Suchmaschinen nutzen
  • Bildercheck –> Rückwärtssuche

Fazit

Auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit bedeutet, als schier eine Überschrift zu lesen, lohnt es sich am Ende! Allein schon, weil man seine Nerven schonen kann. Im Notfall Ruhe bewahren! Wer hinter die Kulissen blickt, entdeckt, dass man sich oft gar nicht so sehr empören braucht.

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