Straftat vorgetäuscht

Janine Moorees, 13. Juni 2017

NeuruppinEine 18-jährige Frau wählte am Samstagabend gegen 19.15 Uhr den Polizeinotruf und teilte mit, am Tag zuvor auf einer Party in Ludwigslust vergewaltigt worden zu sein.

Sie sei am 09.06.17 bewusstlos aus einem Zug geholt worden und befindet sich nun im Krankenhaus. Mit den Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes wurde die Anruferin trotz falscher Angabe von Personalien identifiziert. Mit den richtigen Personalien wurde sie in den polizeilichen Auskunftssystemen überprüft.

Dabei stellte sich heraus, dass sie ähnliche Handlungen nahezu im gesamten Bundesgebiet durchgeführt hatte. Sie wurde neben anderen Delikten deswegen zur Aufenthaltsermittlung durch neun Staatsanwaltschaften ausgeschrieben. Nachdem die Beamten sie darauf ansprachen, rannte sie aus dem Zimmer und kehrte nach wenigen Minuten wieder zurück.

Es stellte sich heraus, dass das Sexualdelikt auch dieses Mal nicht stattgefunden hatte. Eine Strafanzeige wegen des Vortäuschens einer Straftat wurde aufgenommen. Die 18-Jährige blieb im Krankenhaus und wird dort dem sozialpsychiatrischen Dienst vorgestellt.


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