Strafe Level 9000: Vater übernimmt Instagram-Account der Tochter

Ralf Nowotny, 5. Dezember 2019
Vater übernimmt Instagram-Account
Vater übernimmt Instagram-Account

Strafe muss manchmal sein. Ein einfaches Handyverbot wäre jedoch langweilig!

Dass die Strafe für die Tochter, welche verbotenerweise Jungs zur Übernachtungsparty reinschmuggelte, weitaus kreativer sein kann, bewiesen Tawnya Ford and Larry Sumpter. Sie stellten die Teenagerin Madelynn Sumpter vor die Wahl: einen Monat Handyverbot oder zwei Wochen volle Kontrolle über die Social Media-Accounts für die Eltern, also Instagram, Snapchat und TikTok.

Madelynn entschied sich für Zweiteres. Was kann da schon schief gehen?

What could possibly go wrong?

Der 43-jährige Vater schien wohl nur auf diese Gelegenheit gewartet zu haben, denn was sich in den nächsten zwei Wochen auf den Accounts der Tochter abspielte, sucht Seinesgleichen!

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Es begann mit einem harmlosen Selfie:

https://www.instagram.com/p/B4vx9pdH8h7/

Kurz darauf fand er sein inneres Mädchen auf Instagram:

https://www.instagram.com/p/B4x-8QLnNtl/

Auf TikTok zeigte der Vater jedoch sein wahres Talent, wie er gleich darauf auch auf Facebook demonstrierte:

https://www.facebook.com/larry.sumpter.1/videos/10216944827308025/

Wie „The best Social Media“ berichtet, habe sich Tochter Madelynn bereits am ersten Tag wieder umentscheiden wollen und doch lieber auf das Handy verzichtet, denn der Vater erntete sogar mehr Likes als sie. Larry Sumpter lehnte aber ab, dafür habe er zuviele Ideen, die er nun umsetzen möchte… und das bewies er auch!

https://www.facebook.com/larry.sumpter.1/videos/10217022978661760/

Nicht weiter erstaunlich, dass viele Medien darauf aufmerksam wurden und über diese ungewöhnliche Erziehungsmaßnahme berichteten!

Die zwei Wochen gingen dann doch fast viel zu schnell rum, und Vater Larry hatte noch einen guten Ratschlag am Schluss:

„DAS, Kinder, ist der Grund, warum ihr gute Entscheidungen treffen solltet. Eure Vergehen und Bestrafungen machen vielleicht Schlagzeilen.“

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Dem können wir nur zustimmen!

Anscheinend suchen viele Menschen, insbesondere Jugendliche, ihre „15 Minuten Ruhm“ im Internet. Dazu werden sinnlose Challenges genutzt und gefährliche „Stunts“ unternommen. So mancher Heranwachsende kam schon zu Tode, weil er sich unbedingt beim Surfen auf einer U-Bahn oder beim Klettern auf Strommasten live streamen musste, um möglichst viele Klicks und Likes zu erhalten.

Extremer sind dann Prügelvideos, die natürlich unbedingt gefilmt und online gestellt werden müssen. Videos, die noch Jahre später im Internet herumgeistern und die Straftäter jedesmal erneut an den Pranger stellen, da sie vor Jahren so dumm waren, ihre Handlungen zu filmen. Handlungen, die sie oftmals nur wegen Klicks taten.

So lustig die Aktion der Eltern auch war, so ist sie doch auch gleichzeitig ein extremer Eingriff in die Privatsphäre der Tochter. Welcher Teenager möchte denn schon, dass die Eltern sehen, was sie so alles gepostet und mit wem sie gechattet hat? So war diese zweiwöchige Intervention sicherlich witzig für die Eltern und die Follower der Tochter, Madelynn allerdings war wahrscheinlich nicht ganz so wohl zumute.

Wenigstens jedoch hat sie anscheinend sehr humorvolle Eltern, die die Tochter nur witzig persiflierten. Madelynn selbst hat die ungewöhnlichen Postings der Eltern wohl auch mit Humor genommen… aber wird es sich sicherlich zweimal überlegen, ob sie ihrem Vater noch einmal die Accounts überlässt!


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