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So funktioniert der Bilder-Faktencheck am Smartphone

Jens | ZDDK | MIMIKAMA, 18. April 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von Studio_G
Artikelbild: Shutterstock / Von Studio_G

Wie heißt es so schön?

Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.

Dann wollen wir euch mal Fischen beibringen.

Nehmen wir an wir stolpern in den sozialen Netzwerken über ein Bild, oder eine Collage, die uns aufregt, dann ist es überwiegend genau so gewollt. Je reißerischer eine Überschrift oder ein Text desto eher muss man davon ausgehen, dass er manipulativ sein soll.

Nehmen wir folgenden Beitrag:

Uff, so also gehen unsere Klimaschützer mit der Umwelt um, na schönen Dank auch. Stellt sich die Frage ist dem auch so?

Jetzt könnten wir euch einfach den Fisch geben, um bei dem Sprichwort zu bleiben, aber wir wollen heute mal wenigstens einigen von euch das Fischen beibringen. Da ein großer Teil der Nutzer heutzutage mit ihren Smartphone unterwegs sind, also nicht nur unterwegs im Sinne von unterwegs und nicht zu Hause, sondern auch unterwegs im Internet, sogar dann wenn sie zu Hause sind, also zu Hause unterwegs sozusagen, wollen wir heute nur mobilen Nutzern das Fischen zeigen.

Wir haben also den gezeigten Beitrag gefunden, was jetzt?

Wir erstellen einen Screenshot, je nach Modell und Hersteller geht das auf unterschiedliche Weise.

Was dann? Nun wir brauchen eine Angel, oder ein Netz, selbiges findet man bei Android im Google Play Store da ist zum Beispiel die App „Reverse Image Search“ sehr zu empfehlen, also laden wir die gleich mal runter und installieren sie.

Im nächsten Schritt die App starten, anschließend in den Einstellungen, die wir oben rechts erreichen können, die Multisearch Engines aktivieren, damit sucht die App nicht nur wie standardmäßig eingestellt bei Google, sondern auch gleich noch bei Yandex und Tiny Eye.

Danach öffnen wir den Screenshot.

Dann finden wir im Album Screenshots unser Bild:

Wichtiger Schritt! Den Screenshot zurecht schneiden.

Ist dies geschehen, mit einem Klick auf die Lupe den Suchvorgang starten.

Nach kurzer Zeit (abhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit, was irgendwie logisch ist, aber erwähnt werden sollte) erscheint das Ergebnis, wir sehen als erstes das Ergebnis der Google rückwärts Bildersuche. Interessanter Weise ist diese seit geraumer Zeit eher ernüchternd, es scheint fast so als findet Google nichts mehr.

Durch wischen nach links kommen wir zum Ergebnis von Yandex, das russische Gegenstück zu Google ist weitaus ergiebiger, man ist fast versucht zu sagen, wenn Yandex es nicht findet dann ist es nicht zu finden.

Ein weiterer Wisch nach links und Tiny Eye präsentiert sein Ergebnis, da bin ich mir noch nicht sicher was ich davon halten soll, mal scheint es ebenso erfolglos zu sein wie Google um dann im nächsten Moment Dinge zu finden, die Google eben nicht gefunden hat.

In diesem Fall hilft uns also Yandex am besten.

Denn schon der erste Hinweis zeigt den wahren Hintergrund, es war die Abifete in Halle und nicht die Friday for Future Aktivisten wie man uns glauben machen wollte.

So jetzt könntet ihr Fischen gehen, teilt gerne eure Ergebnisse über die Community mit uns, ihr könnt damit anderen ebenfalls helfen.

Ach übrigens funktioniert das auch bei der Personensuche, bekommt ihr also mal wieder eine Freundschaftsanfrage, die ihr nicht zuordnen könnt – sucht einfach mal nach der betreffenden Person, wer weiß welcher Hollywood Star plötzlich den Drang verspürt euch kennenzulernen…

Oder Datingseiten…. da geht das auch…


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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