Snapchat bringt neues Deepfake-Feature

Kathrin Helmreich, 10. Dezember 2019
Snapchat bringt neues Deepfake-Feature
Snapchat bringt neues Deepfake-Feature

Ähnliches Konzept wie chinesische Anwendung Zao: „Cameo“ fügt Selfies in Videos ein

Die Social-Media-Plattform Snapchat testet momentan ein neues Feature namens „Snapchat Cameo“. Damit können User ihre Selfies per Deepfake-Technologie in Videos oder GIFs einfügen.

Die Anwendung macht es möglich, die Gesichter der Nutzer zu bewegen und ihnen unterschiedliche Emotionen zu geben.

„Die beste Erfindung“

Snapchat hat eine Testversion von Cameo für einige Nutzer in Frankreich verfügbar gemacht und arbeitet derzeit noch an dem Feature, „jedoch wird Cameo bald sein globales Debüt machen“, so das Unternehmen. Die Reaktionen auf die Testversion von Cameo waren positiv. Ein User meinte sogar, es sei „die beste Erfindung, die Snap je gemacht hat“.

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Bei Cameo laden Nutzer zuerst ein Selfie von sich hoch. Dann wählen sie zwischen einem männlichen oder weiblichen Körperbau in den Videos. Die Testversion von Cameo hat einige vorgefertigte Clips mit Tonuntermalung, in die User ihr Gesicht einfügen können. Nachdem das Deepfake-Video fertig ist, können Nutzer es in den Chat hochladen.

Ähnlich wie Zao-App

Das neue Feature erinnert in Grundzügen an die chinesische App Zao, die das Gesicht von Usern per Deepfake in Szenen aus bekannten Filmen einfügt. Diese Anwendung wurde jedoch wegen Bedenken über mangelnden Datenschutz scharf kritisiert (pressetext berichtete).

Mimikama-Fazit:

Sooooo „Deepfake“-mäßig, wie es klingt, ist es aber wirklich nicht. An den kleinen Beispielen ist schon recht deutlich erkennbar, dass dort im Prinzip nur das Bild mehr oder weniger statisch auf eine Gesichtsfläche projiziert wird und die Mimik eher roboterhaft anmutet.

Nicht zuletzt hängt es auch stark von der Belichtung des Bildes ab, wie gut es sich in eine Szene einfügt. Drehungen des Kopfes und komplexere Mimiken sind erst gar nicht vorhanden, weswegen man das Ergebnis nicht wirklich zu den „Deepfakes“ zählen kann.

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Quellen: pressetext, techcrunch


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