Ein Smartphone unter dem Weihnachtsbaum?

Tom Wannenmacher, 17. Dezember 2021
Ein Smartphone unter dem Weihnachtsbaum?
Ein Smartphone unter dem Weihnachtsbaum?

Gehört ein Smartphone unter den Weihnachtsbaum? Die Überraschung ist perfekt – endlich gibt’s zu Weihnachten das lang ersehnte, erste eigene Handy. Wie Sie Ihr Kind dabei am besten begleiten, erfahren Sie hier.

Keine Frage: Das erste eigene Smartphone / Handy ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Wann genau es Zeit für das erste eigene Smartphone ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich ist es aber zu empfehlen, so ein großes Geschenk zu einem besonderen Anlass zu überreichen – warum also nicht an Weihnachten? Entscheidungshilfen, ab wann ein eigenes Handy sinnvoll ist, finden Sie hier.

Schenken allein reicht nicht

Die Freude Ihres Kindes ist bestimmt groß – endlich ein eigenes Smartphone! Damit haben Sie aber erst den ersten Schritt getan. Jetzt geht es darum, Ihr Kind bei seiner Handynutzung zu unterstützen und darauf zu achten, dass die Sicherheitseinstellungen des Handys und der Apps Ihren Vorstellungen entsprechen.

Einige wichtige Sicherheitseinstellungen am Gerät können Sie bereits vor der großen Bescherung vornehmen – damit ersparen Sie sich vermutlich einiges an Stress.

Andere Einstellungen nehmen Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Kind vor. Schauen Sie sich an, welche Anwendungen es nutzen möchte und nehmen Sie sich die Zeit, die Einstellungsmöglichkeiten durchzugehen.


Seien Sie vorsichtig mit Kinderschutz-Apps

Kinderschutz-Apps können in manchen Fällen hilfreich sein. Installieren Sie diese jedoch nicht, ohne Ihr Kind darüber zu informieren. Das könnte Ihre Vertrauensbasis empfindlich stören. Bedenken Sie außerdem, dass auch ein technischer Kinderschutz keinen hundertprozentigen Schutz bieten kann.


Einstellungen direkt am Smartphone

  • Vermeiden Sie unerwünschte Kosten, indem Sie In-App-Käufe deaktivieren. Für Kinder ist es oft schwer, Werbung innerhalb von Spielen zu erkennen.
  • Sperren Sie Mehrwertnummern und Dienste von sogenannten Drittanbietern – entweder online oder über die Hotline des Mobilfunkanbieters.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihrem Kind im App-Store nur altersgerechte Apps angeboten werden, indem Sie entsprechende Filter setzen. Bedenken Sie aber: Kein Filter schützt zu hundert Prozent!
  • Deaktivieren Sie Pop-Up-Fenster und vermeiden Sie so, dass Ihr Kind beim Surfen im Browser auf unerwünschte Inhalte stößt.
  • Kontrollieren Sie, auf welche Funktionen (Kamera, Standort, Mikrofon etc.) Apps zugreifen und schränken Sie diese ein. Für manche Apps ist der Zugriff auf die Kamera notwendig, damit sie genutzt werden können, für andere nicht.
  • Für Android-NutzerInnen: Viele Sicherheits-Einstellungen können direkt im Google-Konto (welches Sie für die Nutzung eines Androidgerätes brauchen) vorgenommen werden. Deaktivieren Sie zum Beispiel die Speicherung von Standortdaten und aktivieren Sie den Safe Search-Filter.
  • Bei einem IOS-Gerät können Sie in den Einstellungen festlegen, dass das Handy zu bestimmten Zeiten nicht genutzt werden kann (z. B. in der Nacht von 20:00 bis 06:00 Uhr). Sie können auch konkrete Nutzungszeiten für Apps festlegen und Ihre Einstellungen mit einem Sperrcode vor Änderungen Ihres Kindes schützen.
  • Auch bei Android-Geräten kann die Nutzungszeit eingeschränkt werden (Einstellungen > Digitales Wohlbefinden und Kindersicherung), jedoch können sich die Funktionen von Gerät zu Gerät unterscheiden.
  • Um sicherheitstechnisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist es wichtig, regelmäßige Systemupdates durchzuführen. Stellen Sie ein, dass sich Apps automatisch aktualisieren.

Einstellungen in den Apps

Die meisten sozialen Netzwerke und  Messenger bieten eigene Sicherheitseinstellungen, auch wenn diese in manchen Anwendungen etwas schwieriger zu finden sind. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Apps es zu welchem Zweck nutzen möchte und optimieren Sie gemeinsam mit ihm die App-Einstellungen.

Nutzen Sie dafür auch unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Schutz der Privatsphäre.


Vermeiden Sie von vornherein Konflikte und vereinbaren Sie gleich zu Beginn Regeln für die Handynutzung


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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