Smartphone-Display auf dem Unterarm – Fake oder existente Technik?

Ralf Nowotny, 2. Dezember 2015

Smartphones werden immer raffinierter und leistungsfähiger, gleichzeitig aber auch anfälliger für die Tücken des Alltags.

Razzfazz fällt es mal runter, Display kaputt. Oder man hat es in der hinteren Hosentasche, setzt sich hin: verbogen. Manchen Leuten fällt es anscheinend sogar gelegentlich mal ins Klo (kein Witz!). Was uns aber jenes kleine Video zeigt, welches sich auf Facebook verbreitet, scheint schier unglaublich: Ein funktionsfähiger Smartphone-Screen auf dem Unterarm?

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In dem Video sieht man diverse Menschen, die allesamt ein kleines Armband tragen. Auf kurzes Schütteln des Unterarms aktiviert sich anscheinend das Display und man kann auf dem Unterarm wie mit einem normalen Smartphone hantieren (außer vielleicht telefonieren, da müsste man sich böse verrenken).

Gut gemachter Gag oder echt?

Was nach einer Erfindung wie aus einem Science Fiction Film aussieht, ist tatsächlich eine bereits existierende Technologie! Eine kleine Firma in Frankreich mit dem Namen CN2P SAS, die im Dezember 2014 gegründet wurde, entwickelt zur Zeit jenes Armband, welches sich Cicret Bracelet nennt. Auch auf Facebook ist jene Firma vertreten und berichtet dort über Neuheiten in der Entwicklung.

Wie funktioniert es?

In dem Armband soll sich ein sogenannter Pico-Projektor befinden, der dann den Touchscreen auf den Unterarm projiziert. Hierbei soll auch die Hautfarbe egal sein, also ob käseweiß oder schokobraun, das Display soll immer gut sichtbar sein. Gesten und Bewegungen sollen von acht kleinen Kameras aufgefangen und an das Gerät weiter geleitet werden. Und ja, man soll damit sogar telefonieren können, wenn das Armband per Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt ist, hierfür soll sich ein kleines Mikrofon und ein Lautsprecher in dem Armband befinden.

Wann gibt es dieses Armband?

Derzeit existiert ein Crowdfunding auf der Website der Entwickler, welche bis zum 21.12.2015 500.000 Dollar sammeln wollen, um einen voll funktionierenden Prototypen entwickeln zu können. Ende 2016 soll das Armband dann für 300 Dollar auf den Markt kommen.

Prototyp entwickeln? Moment mal… und das Video?

Da liegen momentan die Zweifel. Das Video zeigt nicht das Armband in Aktion, sondern ist ein Konzeptvideo, welches nur zeigt, wie das Armband dann funktionieren würde. Zwar schreibt die Firma auf ihrer Website, dass sie mittlerweile ein funktionierendes Modell gebaut haben, jedoch existieren davon bisher weder Bilder noch Videos, nur Konzeptzeichnungen.

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Für Ende 2015 kündigte die Firma allerdings „eine große Überraschung“ an. Lassen wir uns also mal überraschen, ob wir dann ein wirklich funktionierendes Armband zu sehen bekommen… und ob sich stärker behaarte Menschen vielleicht dafür erst den Unterarm rasieren müssen. Macht ja auch kein Spaß, auf einem Fell-Display zu tippen.

 

Autor: Ralf, mimikama.at


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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