Wenn Betrüger „Smart Home“-Anwendungen ausnutzen…

Kathrin Helmreich, 30. Mai 2018

„Smart Home“ – Intelligentes und sicheres Wohnen?

Wie das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz berichtet, werden Smart-Home-Anwendungen werden immer beliebter – doch Kriminelle nutzen den vermehrten Gebrauch auch aus.

Die Digitalisierung und Vernetzung des eigenen Zuhauses gewinnt zunehmend an Bedeutung. Smart-Home-Anwendungen werden immer beliebter, da sie Komfort und Effizienz vereinen. Bei einem Smart Home können sämtliche im Haus genutzten Geräte wie Lampen, Jalousien, die Heizung oder der Kühlschrank untereinander vernetzt und über eine App vom Handy aus gesteuert werden.

Zudem erhält der Nutzer Informationen zu Leistung und Verbrauch seiner Geräte. Die künstliche Intelligenz birgt allerdings auch Gefahren und Risiken. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt Ihnen nützliche Ratschläge für ein sicheres vernetztes Zuhause.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger setzen auch beim Einbruchschutz auf Smart-Home-Anwendungen. Moderne Technologien tragen allerdings nicht nur zum Schutz vor Einbruch bei. Auch Kriminelle nutzen den vermehrten technischen Gebrauch aus, um die Geräte zu hacken und persönliche Daten abzugreifen.

LKA-Präventionsexperte Reinhold Reinhardt rät:

,,Nur in Zusammenarbeit mit einer guten mechanischen Sicherungstechnik und der elektronischen Überwachung kann ein optimaler Einbruchschutz erreicht werden.“

Empfehlungen für ein sicheres vernetztes Zuhause:

  • Der Router ist das Zugangstor vom Internet in das Heimnetzwerk und damit von besonderer Bedeutung für die Sicherheit des Heimnetzwerkes.
  • Bei der Wahl des Routers sollten Verbraucher darauf achten, dass für das Gerät Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt werden.
  • Voreingestellte Standardpasswörter sollten bei der Einrichtung geändert werden.
  • In der Regel lässt sich über den Router eine zentrale Firewall einrichten. Softwareupdates und eine verschlüsselte Kommunikation der Geräte im Heimnetzwerk und im Internet sollten unbedingt genutzt werden.
  • Wird ein Gerät in Betrieb genommen, sollte es im ersten Schritt mit einem individuellen Passwort geschützt werden. Hierbei sollten Passwortgeneratoren genutzt werden.
  • Bei vielen Smart-Home-Anwendungen sollten Anwender vor dem Kauf zwischen Komfort und Funktionalität sowie Sicherheit und Datenschutz abwägen. Besonders sensible Funktionen wie Türsteuerungen und das Scharf-/Unscharf-Schalten der Einbruchsmeldeanlage sollten nicht über eine App bedient werden.
  • Man sollte sich bewusst machen, welche Daten durch eine Anwendung gesammelt und gespeichert werden, insbesondere wenn personenbezogene Daten erhoben werden, obwohl sie nicht für die Erbringung der Dienste erforderlich sind.

Weitere Informationen und Empfehlungen zum Thema finden Sie unter:

Polizei Beratung und BSI für Bürger


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